Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

10.01.2003

08:32 Uhr

Umweltschützer gehen auf die Barrikaden

US-Marine testete uranhaltige Geschosse

Die US-Marine hat vor der Pazifik-Küste des Bundesstaates Washington uranhaltige Munition getestet. Eine Sprecherin der Marine wies am Donnerstag in Seattle zugleich aber Kritik zurück, die radioaktive Munition gefährde Menschen und die Umwelt.

Reuters SEATTLE. Das Uran sei in den Geschossen völlig ummantelt, sagte die Sprecherin weiter. Nach ihren Informationen soll die Strahlung der Munition um 40 % geringer sein als in Gewässern gefundenes natürliches Uran. Die US-Streitkräfte hatten die umstrittene Munition während des Golfkriegs sowie während der Kämpfe im Kosovo und in Bosnien eingesetzt. Der Marine-Sprecherin zufolge will die Marine künftig Wolfram statt Uran für die Geschosse verwenden. Nähere Angaben hierzu machte sie nicht.

Umweltschützer Glen Milner sagte der Nachrichtenagentur Reuters, nach seinen Informationen habe die Marine die Tests in besten Fischgewässern vorgenommen. "Das ist die Zerstörung unserer Umwelt", sagte er. Einige Wissenschaftler glauben, dass die radioaktive Munition Leukämie und Nierenschäden hervorrufen kann.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×