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23.01.2001

10:54 Uhr

vwd/ap MAINZ. Nach China prüfen nun auch die USA den Bau der Magnetschwebebahn Transrapid. Bundesverkehrsminister Kurt Bodewig sagte am Dienstag überraschend im ZDF-Morgenmagazin, dass auch in den USA eine Anwendung des Transrapids geprüft werde. Der letzte Verkehrsminister Bill Clintons, Rodney Slater, habe als eine seiner letzten Amtshandlungen noch Millionen-Dollar-Beträge für eine Umweltverträglichkeitsprüfung bereitgestellt, und sein Amtsnachfolger Norman Mineta unterstütze dies. Als mögliche Strecke gelte eine Verbindung zwischen dem Flughafen Pittsburgh und dem dortigen Stadtgebiet.

Bodewig nannte die am Morgen gemeldete Vertragsunterzeichnung mit China den "Durchbruch für diese Hochtechnologie". Im ZDF-Morgenmagazin gab sich der SPD-Politiker optimistisch, dass es auch in Deutschland zum Bau einer dauerhaft genutzten Transrapid-Strecke kommen werde. Er sei bei den beiden derzeit geprüften Alternativen zwischen der Stadt München und dem dortigen Flughafen sowie im Ruhrgebiet sehr viel zuversichtlicher als bei der aus wirtschaftlichen Gründen aufgegebenen Streckenführung zwischen Berlin und Hamburg.

Dort wäre der Transrapid nur von Fern- und Geschäftsreisenden genutzt worden, während bei den jetzt zur Debatte stehenden Varianten tägliche Nutzer zur Verfügung stünden, so dass sie wirtschaftlicher betrieben werden könnten. Eine solche Milliardeninvestition mache allerdings nur Sinn, wenn sie sehr ernsthaft und genau geprüft werde, fügte Bodewig einschränkend hinzu. Diese Prüfungen dauerten noch.



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