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08.06.2000

22:00 Uhr

afp KISANGANI/NEW YORK. Ungeachtet einer vereinbarten Waffenruhe haben am Donnerstag ugandische und ruandische Truppen in der Stadt Kisangani im Osten der Demokratischen Republik Kongo weiter gekämpft. Wie ein Korrespondent der Nachrichtenagentur AFP berichtete, war am späten Nachmittag zwar kein schweres Artilleriefeuer mehr zu hören, allerdings kämpften die Soldaten mit leichten Waffen weiter. Zuvor hatten die Präsidenten Ugandas und Ruandas, Yoweri Museveni und Paul Kagame, einem sofortigen Ende der Kampfhandlungen in Kisangani zugestimmt. Die Waffenruhe sei am Donnerstagmorgen unter Vermittlung von UN-Generalsekretär Kofi Annan und dem UN-Botschafter der USA, Richard Holbrooke, ausgehandelt worden, sagte UN-Sprecher Fred Eckhard in New York. Beide Kriegsparteien hätten einem Truppenrückzug zugestimmt. Die Kriegsparteien kämpfen seit Montag um die Kontrolle der drittgrößten Stadt der Republik.

Wegen der Kämpfe auf ihrem Territorium forderte die Regierung in Kinshasa den UN-Sicherheitsrat auf, Sanktionen gegen Uganda und Ruanda zu verhängen. In einem Brief hieß es, die Zurückhaltung der UNO angesichts der Kämpfe erwecke den Eindruck, "sie verschließe die Augen vor den Gräueltaten ausländischer Truppen auf kongolesischem Boden". Dem Brief zufolge wurden bei den Kämpfen in der Stadt Kisangani rund hundert Zivilisten getötet, die Mehrheit von ihnen Frauen und Kinder.

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