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14.02.2002

09:17 Uhr

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Unilever legt kräftig zu

Der größte Konsumgüterhersteller der Welt, die britisch-niederländischer Unilever, hat 2001 seinen Gewinn um rund zwölf Prozent erhöht. Die Verschlechterung der Wirtschaftslage habe aber überrascht, teilte der Konzern am Donnerstag mit.

rtr LONDON/ROTTERDAM. Für das laufende Jahr bekräftigte Unilever seinen Ausblick, wonach der Anstieg beim Gewinn je Aktie im niedrigen zweistelligen Bereich liegen wird. Plc-Unilever-Chairman Niall FitzGerald erklärte, das Unternehmen habe aber viel Erfahrung im Umgang mit schwierigen Situationen. "Die Leute müssen essen, sich waschen und sich pflegen. Selbst in Japan ist unser Geschäft in den vergangenen drei bis vier Jahre trotz der dort bestehenden Probleme um zehn Prozent gewachen", fügte FitzGerald in einem Interview hinzu. Unilever stellt unter anderem Knorr-Suppen, Lipton Tee, Magnum-Eis sowie Dove- und Lux-Seifen und Omo-Waschmittel her.

Der Netto-Gewinn vor Sonderposten und Abschreibungen auf Firmenwert und immateriellen Vermögensgegenständen sei um zwölf Prozent auf 3,602 Mrd. ? gestiegen, teilte Unilever weiter mit. Analysten hatten durchschnittlich ein Niveau von 3,6 Mrd. vorausgesagt. Der Jahresüberschuss kletterte um 66 % auf 1,858 Mrd. ?, der Vorsteuergewinn um 35 % auf 3,7 Mrd. ?. Der Umsatz stieg um elf Prozent auf 53,4 Mrd. ?.

Die Integration der im Oktober 2000 übernommenen die US Bestfoods komme außerordentlich gut voran, erklärte Fitzgerald. Die Renditen verbesserten sich, der Cash Flow sei stark. Für das laufende Jahr sei bei den führenden Marken mit einer Fortsetzung der Wachstumsraten zu rechnen, sagte NV-Unilever-Chariman Antony Burgmanns. Der Gewinn je Aktie solle um elf bis zwölf Prozent steigen. Die Ergebnisse entsprachen in etwa den Erwartungen der Analysten.

Die Aktien des Unternehmens verloren in Amsterdam einem ansonsten freundlichen Gesamtmarkt 1,4 % auf 66,10 ? und in London sieben Pence auf 583-1/2 Pence. Allerdings hatten sich die Aktien in den vergangenen Monaten besser als der britische Gesamtmarkt oder der entsprechende Branchenindex entwickelt. Unilever hat seit 2000 durch die Schließung von Fabriken, Stellenabbau und Produktbereinigung seine Umsätze, Renditen und Gewinne nach oben getrieben.

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