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12.07.2000

11:28 Uhr

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Unionsvertreter bleiben Konsensrunde über Rentenreform fern

Bundesarbeitsminister Riester will weitere Verschleppung nicht hinnehmen. CDU und CSU verlangen die Rückkehr zur nettolohnbezogenen Rentenanpassung.

Berlin dpa. Ohne die Vertreter der Union sind am Mittwochvormittag in Berlin die Gespräche über eine große Rentenreform fortgesetzt worden. Bundesarbeitsminister Walter Riester (SPD) hatte zuvor bekräftigt, er wolle eine weitere Verschleppung nicht hinnehmen, vielmehr seine Rentenpläne zügig vorantreiben. Er signalisierte aber weiterhin Kompromissbereitschaft gegenüber CDU und CSU. Die Türen seien für die Union jetzt «nicht ins Schloss gefallen», sagte Riester vor Beginn des Treffens, bei dem von der Opposition derzeit nur die FDP mit am Verhandlungstisch sitzt. Die Union sagte ihre Teilnahme an dem Gespräch ab, weil sie wichtige Forderungen für einen Rentenkonsens nicht erfüllt sieht. CDU und CSU verlangen die Rückkehr zur nettolohnbezogenen Rentenanpassung bereits im kommenden Jahr, eine Kinderkomponente für die private Altersvorsorge von monatlich 30 Mark und den Verzicht auf eine steuerfinanzierte Grundsicherung im Alter. Der CSU-Sozialexperte Horst Seehofer äußerte sich in einem Zeitungsinterview skeptisch über die Chancen für einen Rentenkompromiss.

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