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13.01.2003

19:30 Uhr

Uniprof Real Estate in der Krise

Börsenneuling von Zahlungsunfähigkeit bedroht

Das erst im vergangenen Jahr an die Börse gegangene Immobilienunternehmen Uniprof Real Estate ist nach eigenen Angaben von Zahlungsunfähigkeit bedroht.

Reuters FRANKFURT. Sollten laufende Verhandlungen mit Banken und Gläubigern in den nächsten Tagen keine Lösung brächten, werde der Vorstand Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens stellen, teilte das auf Altbausanierung spezialisierte Unternehmen am Montagabend in einer Pflichtveröffentlichung mit. Weitere Einzelheiten nannte die in Stuttgart ansässige Firma in ihrer Mitteilung nicht.

Ende Dezember hatte Uniprof mitgeteilt, sich unter anderem wegen der schwachen Auftragslage und der schlechten wirtschaftlichen Entwicklung von einigen Beteiligungsgesellschaften getrennt zu haben. Für das Gesamtjahr 2002 hatte das Unternehmen im Oktober einen Konzernverlust prognostiziert, da sich die starke Kaufzurückhaltung im Immobilienmarkt fortsetze. Im ersten Halbjahr hatte Uniprof noch Umsatzerlöse von 5,5 Millionen Euro und ein Rohergebnis von rund zwei Millionen Euro ausgewiesen.

Das Unternehmen war erst im März 2002 an die Börse gegangen. Seit dem 28. März notiert die Uniprof-Aktie am Geregelten Markt in Frankfurt. Das Dividendenpapier war mit sechs Euro ausgegeben worden. Zuletzt kostete die Aktie indes nur noch 0,58 Euro. Im vergangenen Jahr waren lediglich sechs Unternehmen erstmals an der Frankfurter Börse gelistet worden. Der Freiverkehr ist in dieser Zahl nicht enthalten. Im Jahr 2001 gab es 21 Börsengänge, 2000 strebten 153 Unternehmen an die Börse, im Jahr davor waren es 168 Firmen gewesen.

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