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12.02.2001

08:40 Uhr

Unisphere revidiert Preisspanne nach unten

Siemens muss Börsengang der US-Tochter verschieben

Der Siemens-Konzern muss beim geplanten Börsengang der US-Internettochter Unisphere Networks weitere Verzögerungen hinnehmen. Der geplante Börsengang an die New Yorker Wachstumsbörse Nasdaq soll jedoch weiterhin im ersten Halbjahr 2001 erfolgen.

cbu MÜNCHEN. Der Siemens-Konzern muss beim geplanten Börsengang der US-Internettochter Unisphere Networks weitere Verzögerungen hinnehmen. Wie eine Siemens-Sprecherin dem Handelsblatt sagte, wird der geplante Börsengang von Unisphere an die New Yorker Wachstumsbörse Nasdaq jetzt für das erste Halbjahr 2001 in Angriff genommen. Zunächst steht aber der Gang des Siemens-Konzerns an die New York Stock Exchange (Nyse) an. Die Aufnahme des Listings ist für den 12. März geplant. Es gilt als sicher, dass der Börsengang von Unisphere erst danach erfolgen wird. Die Siemens-Sprecherin wollte gestern dazu jedoch keine Stellung nehmen. Ursprünglich sollte Unisphere spätestens im ersten Quartal 2001 an die Börse. Das Bankenkonsortium besteht aus CSFB, JP Morgan und UBS. Zudem muss die geplante Preisspanne für Unisphere deutlich zurückgenommen werden. In den offizielle Unterlagen für die US-Börsenaufsicht SEC ist jetzt eine Preisspanne von 15 bis 17 $ je Aktie angegeben, die als Anhaltspunkt für den späteren Börsengang gilt. Noch im vergangenen September war ein Preis von 20 bis 22 $ je Aktie prognostiziert worden. Für die Verspätung sowie die Revision der Preisspanne macht Siemens die deutliche Verschlechterung der Stimmung an den US-Börsen, insbesondere für Internetwerte, verantwortlich. Für den Konzern gilt das Going-Public von Unisphere als strategisch besonders wichtig. Denn zum einen sollen mit der Unisphere-Aktie Akquisitionen finanziert werden. Zum anderen sollen damit die Mitarbeiter beteiligt werden. Unisphere bietet Vermittlungsanlagen für den Internetverkehr an. Derzeit rangiert das Unternehmen in diesem schnell wachsenden Markt weit abgeschlagen hinter Marktführer Cisco Systems.

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