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14.06.2000

16:51 Uhr

Zum Abschluss des Gipfels lud Südkorea Presseberichten zufolge den nordkoreanischen Staatschef nach Seoul ein. Die UNO und Russland begrüßten die Spitzengespräche beider Staatschefs. Nach Angaben Südkoreas führten die beiden Staatsoberhäupter auch Gespräche über die Einrichtung eines so genannten Roten Telefons, über das sie in ständigem Kontakt bleiben könnten. Zunächst unbestätigten Berichten zufolge wurde auch über die Einrichtung von gegenseitigen "diplomatischen Vertretungen" beider Landesteile diskutiert.

Kritiker sehen in den Spitzengesprächen nur einen kleinen Schritt auf dem Weg zur Annäherung beider Landesteile. Der südkoreanische Präsident und der Großteil der Bevölkerung auf beiden Seiten der Grenze feierten den Gipfel dagegen als Riesenerfolg. In einem symbolischen Akt der Versöhnung habe der nordkoreanische Rundfunk am Mittwoch urplötzlich seine seit fünf Jahrzehnten über Lautsprecher in der entmilitarisierten Zone ausgestrahlten Propagandasendungen gestoppt, teilte das südkoreanische Militär mit. Statt der täglichen Beleidigungen gegenüber dem kapitalistischen Süden und der kommunistischen Grundsatzreden sei Musik gespielt worden.

as Friedensforschungsinstitut SIPRI in Stockholm warnte in seinem am Mittoch veröffentlichten Jahresbericht, es bestehe weiter dringender Verdacht auf die Entwicklung eines geheimen Atomwaffenprogramms in Nordkorea. Die Regierung in Pjöngjang lasse weiter Langstreckenraketen bauen und halte sich nicht an Abkommen, die sie mit der Internationalen Atomenergieorganisation (IAEO) geschlossen habe. Die internationale Gemeinschaft hatte Nordkorea vorgeworfen, im August 1998 eine Testrakete abgeschossen zu haben, die über japanisches Gebiet flog.

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