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18.01.2001

09:53 Uhr

Unsicherheit über US-Konjunkturaussichten

Euro macht Verluste vom Vortag wett

Der Euro notierte im Vorfeld der EZB-Zinsentscheidung bei 0,9383/85 $. Die Entscheidung des EZB-Rates wird für 13.45 Uhr erwartet.

rtr FRANKFURT. Der Euro hat am Donnerstagvormittag nach Händlerangaben auf Grund der Unsicherheit über die Konjunkturaussichten in den USA seine Vortagesverluste wieder weitgehend wettgemacht. Der Euro notierte im Vorfeld der EZB-Zinsentscheidung gegen 9.40 Uhr MEZ bei Kursen von 0,9383/85 $, nachdem er am Vorabend in New York mit 0,9355/60 $ aus dem Handel gegangen war. Die Unsicherheit über die Aussichten der US-Konjunktur sei wieder in den Mittelpunkt gerückt, nachdem die Unterstützung des designierten US-Finanzministers Paul O'Neill für eine Politik des starken Dollar den Euro am Vortag belastet habe. "Die Korrektur gestern hat nur gute Kaufkurse geschaffen, jetzt geht der Blick wieder nach oben", sagte ein Frankfurter Händler.

Jetzt visiere der Euro die Schwelle von 0,94 $ an, danach müsse ein Widerstand bei 0,9470 $ überwunden werden, hieß es am Markt. Von der Europäischen Zentralbank (EZB) werde am Mittag keine Zinssenkung erwartet. Die Entscheidung des EZB-Rates wird gegen 13.45 Uhr erwartet. Die unerwartet niedrig ausgefallenen US-Inflationsdaten vom Mittwoch dagegen machten den Weg frei für weitere Zinssenkungen in den USA, hieß es. Die um Nahrungsmittel und Energie bereinigte Kernrate hatte im Dezember zum Vormonat mit plus 0,1 % etwas unter den Erwartungen von Analysten gelegen. Der Markt sei daher nun wieder zuversichtlich über eine Zinssenkung von mindestens 25 Basispunkten beim nächsten Fed-Treffen am 30./31. Januar, was den Zinsunterschied zwischen den USA und Europa zu Gunsten des Euro reduzieren werde.

Wachstum in Europa stärker

Der französische Finanzminister Laurent Fabius begrüßte unterdessen am Donnerstag in Paris erneut die jüngste Kurserholung des Euro. "Das Wachstum in den USA war weniger stark, das Wachstum in Europa war stärker und deshalb ist der Euro wieder gestiegen. Das ist positiv, weil wir einen starken und stabilen Euro haben müssen", sagte Fabius einem französischen Radiosender.

Am Nachmittag werden aus den USA die Anträge auf Arbeitslosenhilfe sowie Daten zum Häuserbau erwartet. Analysten erwarten einen Anstieg der Arbeitslosenanträge auf 360 000 nach 345 000 in der Vorwoche. Gegen den Yen notierte die US-Währung am Donnerstagvormittag mit 119,02/05 Yen, nachdem sie zuvor knapp an der psychologischen Hürde von 120 Yen gescheitert war.

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