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28.03.2003

20:45 Uhr

Unsicherheiten ob des Irak-Krieges

Großanleger halten sich zurück

Fondsmanager auf der ganzen Welt halten sich an den Finanzmärkten zurück und warten ab. Sie sehen sich nach einer Reuters-Umfrage nicht in der Lage, wegen der Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem Irak-Krieg große Investitionsentscheidungen zu treffen.

Reuters LONDON. US-Fondsmanager schichteten einige Gelder aus Aktien in Anleihen oder in Bargeld um. Europäische Fondsmanager machten ebenfalls nur kleinere Umschichtungen. Japanische Großanleger halten ihre geplanten Investitionen in US-Aktien zurück.

"Die Leute neigen nicht zu großen Einsätzen, und der Grund sind die geopolitischen Unsicherheiten", sagte Jeffrey Palma vom Wertpapierhaus UBS Warburg. Viele Fondsmanager sähen zwar in den Aktienmärkten Potenzial für die Beendigung der seit Jahren dauernden Schwächephase. Ihre Entscheidung werde aber vom Irak-Krieg für mehrere Monate überschattet, sagten Analysten.

Vorige Woche stiegen die Aktienkurse in Erwartung eines kurzen Kriegs, wobei die Anleger Gelder etwa aus den als sicher geltenden Staatsanleihen in Aktien umgeschichtet hatten. Angesichts der wachsenden Aussicht auf einen längeren Krieg und dessen negativen Auswirkungen auf die ohnehin schwache Weltwirtschaft kehrte sich der Trend um, und die Aktienkurse fielen wieder.

US-Fondsmanager reduzierten im März den Aktienbestand in ihren Portfolios auf 49,2 % von 53,2 % im Februar. Europäische Fondsmanager senkten ihre Investitionen in europäischen Aktien. Sie erhöhten die Bestände an US- und japanischen Anleihen, nahmen allerdings keine großen Umschichtungen vor.

Die Befragung von 40 Fondsmanager weltweit fand zwischen dem 18. und dem 27. März statt. Der von den USA geführte Krieg gegen Irak begann am 20. März.

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