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07.02.2001

12:08 Uhr

Unter Auflagen

Brüssel genehmigt Stromehe zwischen EnBW und EdF

Die Kommission sagte, dass der Einstieg von EdF bei der EnBW ohne Auflagen zu einer marktbeherrschenden Stellung geführt hätte.

Brüssel (AP) Die EU-Kommission hat die Stromehe zwischen der Energie Baden-Württemberg (EnBW) und dem französischen Staatskonzern Electricite de France (EdF) unter Auflagen genehmigt. Wie die Brüsseler Behörde am Mittwoch mitteilte, muss EdF auf dem französischen Markt 6.000 Megawatt an Konkurrenten abgeben. Zudem muss der Konzern seine Stimmrechte in dem französischen Stromproduzenten Company Nationale du Rhone (CNR) abgeben und seinen Vertreter im Aufsichtsrat zurückziehen. Schließlich muss EnBW seine Anteile an dem Schweizer Stromunternehmen Watt AG abgeben. Die Kommission stellte fest, dass der Einstieg von EdF bei der EnBW ohne diese Auflage zu einer marktbeherrschenden Stellung geführt hätte. Diese Bedenken seien nun aus dem Weg geräumt. Mit der Genehmigung etabliert sich EdF/EnBW neben den Stromkonzernen E.ON und RWE/VEW auf dem deutschen Strommarkt. Ein vierter Player entsteht in Folge des vergangenen Dezember beschlossenen Verkaufs des ostdeutschen Stromerzeugers VEAG an die Hamburger Electricitätswerke (HEW) und deren künftigem Hauptaktionär, den schwedischen Stromkonzern Vattenfall. Die Unternehmen hatten Anfang 2000 den Einstieg des französischen Stromriesens bei der EnBW bekannt gegeben. Das aus der Fusion von Energieversorgung Schwaben und dem Badenwerk hervorgegangene Unternehmen EnBW hatte schon immer gute Verbindungen zur EdF. So ist die EnBW an zwei französischen Kernkraftwerken beteiligt.

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