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27.06.2000

15:19 Uhr

Reuters JERUSALEM. Die Vorbereitung eines Gipfeltreffen zwischen US-Präsident Bill Clinton, Israels Ministerpräsidenten Ehud Barak und Palästinenser-Präsident Jassir Arafat stehen im Mittelpunkt der Nahost-Reise, die US- Außenministerin Madeleine Albright am Dienstag begann. Das Treffen soll nach dem Vorbild der Camp-David-Gespräche einen Durchbruch in den stockenden Friedensprozess bringen. Auf dem Landsitz des US-Präsidenten in Camp David wurde 1979 der historische Friedensvertrag zwischen Israel und Ägypten ausgehandelt, der erste zwischen dem jüdischen Staat und einem arabischen Land.

Israel dringt wie die USA auf den Nahost-Gipfel, dieser stößt bei den Palästinensern jedoch auf Ablehnung. Unter den gegenwärtigen Bedingungen sei solch ein Gipfel zum Scheitern verurteilt, sagte deren Unterhändler Saeb Erekat. Noch trenne eine breite Kluft die Positionen beider Seiten. Aus Palästinenserkreisen verlautete, Arafat wolle zuvor Zusagen von Israel, dass es die wichtigsten Forderungen der Palästinenser erfülle. Albright soll noch am Dienstag mit Barak zusammentreffen, am Mittwoch ist ein Treffen mit Arafat geplant.

Israel und die Palästinenser verhandeln über ein endgültiges Friedensabkommen, das bis zum 13. September unter Dach und Fach sein soll. Streitpunkte sind vor allem die Zukunft der jüdischen Siedlungen in den von Israel besetzten Gebieten sowie das von Arafat geforderte Rückkehrrecht für palästinensische Flüchtlinge. Zudem ist der künftige Status Jerusalems strittig. Die Palästinenser beanspruchen den Ostteil der Stadt als Hauptstadt eines künftigen eigenen Staates, während die Regierung Barak darauf beharrt, dass Jerusalem die ungeteilte Hauptstadt Israel bleiben müsse.

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