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04.07.2000

16:20 Uhr

adn NÜRNBERG. Das Technologie- und Rüstungsunternehmen Diehl aus Nürnberg hat 1999 ein Umsatzplus gegenüber dem Vorjahr von 2,9 % verzeichnet. Wie der Vorstandsvorsitzende Thomas Diehl am Dienstag in Nürnberg bekanntgab, belief sich der Umsatz der Gruppe auf 3,151 Mrd. Mark.

Der zum ersten Mal veröffentlichte Jahresüberschuss betrug 102 Mill. Mark. Auch für das laufende Geschäftsjahr erwartet das fränkische Unternehmen einen leichten Umsatz-Zuwachs. "Unsere zivilen Geschäftsfelder werden von der erwarteten Konjunkturbelebung profitieren", gab sich Diehl optimistisch.

Unvermindert schwierig abzuschätzen sei aber nach wie vor der Rahmen für das wehrtechnische Geschäft, solange nicht endgültige Festlegungen zu Umfang und Struktur der neuen Bundeswehr getroffen seien. Das Unternehmen erzielt rund eine Milliarde Mark Umsatz durch Wehrtechnik.

Die Mitarbeiterzahl nahm 1999 um 470 auf 12 137 ab, wobei die Hälfte des Personalabbaus auf Firmenabgänge zurückzuführen ist. Die Zahl der Auszubildenden erhöhte sich um 14 auf 452. Erhebliche Schwierigkeiten habe man, den Bedarf an qualifizierten Mitarbeitern zu decken. Gegenwärtig seien über 100 Positionen innerhalb der Gruppe zu besetzen, für die ein ingenieurwissenschaftliches oder betriebswirtschaftliches Studium Einstellungsvoraussetzung ist, betonte Diehl. Der hohen Nachfrage stünden sehr gerige Absolventenzahlen gegenüber.

Die ebenfalls zur Diehl-Gruppe gehörende Junghans GmbH-Uhren eroberte nach abgeschlossener Restrukturierung die Marktführerschaft in Deutschland zurück, hieß es. Zudem sei es Junghans gelungen, den größten Einzelauftrag seiner Firmengeschichte zu akquirieren. Es handelt sich um 200 000 Uhren mit integrierten Chipkarten für die Zugangskontrolle der Hongkonger U-Bahn.

"Nach den roten Zahlen der vergangenen Zeit schreibt Junghans jetzt wieder eine schwarze Null", führte Diehl aus. Geplant sei in diesem Jahr außerdem die Gründung der Diehl Avionik Systeme GmbH, eines Unternehmens der Luftfahrtausrüstung, das einen Jahresumsatz von 220 Mill. Mark erreichen und damit größtes Avionik-Unternehmen in Deutschland werden soll.

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