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13.03.2003

11:00 Uhr

Unternehmen rechnet nicht mit einer Konjunkturerholung

SGL erwartet viel vom Sparprogramm

Der Wiesbadener Graphitelektrodenhersteller SGL Carbon erwartet nach einem Gewinneinbruch im operativen Geschäft 2003 dank umfangreicher Kostensenkungen wieder deutliche Zuwächse.

Reuters FRANKFURT. SGL bekräftigte am Donnerstag in Frankfurt frühere Prognosen, wonach mit einer deutlichen Verbesserung des Betriebsergebnisses zu rechnen sei. Grund seien insbesondere die umfangreichen Sparmaßnahmen im Konzern, mit denen die Kosten bereits deutlich gesenkt worden seien. Mit einer wesentlichen Erholung der Konjunktur rechnen die Wiesbadener indes nicht.

2002 hatte der Konzern vor Restrukturierungskosten und Aufwendungen für Kartellverfahren nur noch ein Betriebsergebnis von 29 Millionen Euro erwirtschaftet nach 59 Millionen Euro im Jahr davor. Damit lag SGL knapp unterhalb der eigenen Prognose, die zuletzt zwischen 30 und 35 Mill. Euro lautete. Nach Sonderaufwendungen wurde wie zuletzt in Aussicht gestellt ein Betriebsergebnis nahe der Gewinnschwelle erreicht, der Verlust belief sich nur noch auf 1,7 Mill. Euro.

Unter dem Strich konnten die Wiesbadener ihren Konzernverlust deutlich auf 24 Mill. Euro verringern nach einem Fehlbetrag von 95 Mill. Euro im Vorjahr.

SGL Carbon ist mit einem Anteil von knapp 30 Prozent Weltmarktführer bei Graphitelektroden, die für die Elektrostahlerzeugung benötigt werden. Ende 2001 hatte der Konzern ein umfangreiches Restrukturierungsprogramm aufgelegt. Die Zahl der Mitarbeiter sank binnen Jahresfrist bis Ende 2002 um knapp 840 auf 7 360.

SGL hatte bereits im Februar seine Umsatzzahlen für das vergangene Jahr bekannt gegeben. Danach sanken die Erlöse um zehn Prozent auf 1,1 Milliarden Euro. Die Nettofinanzschulden wurden zudem um 100 Millionen Euro auf 427 Millionen Euro abgebaut.

Die im MDax notierte SGL-Aktie lag am Vormittag 2,26 Prozent im Plus bei 12,66 Euro.

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