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29.01.2014

15:29 Uhr

Abschied von Renschler

Wechselt der Daimler-Veteran zu VW?

Daimler-Vorstand Andreas Renschler wurde als Nachfolger von Daimler-Chef Dieter Zetsche gehandelt, nun kehrt er dem Autokonzern den Rücken. Laut einem Medienbericht hat er bereits ein anderes Angebot auf dem Tisch.

Ganz nah dran am Chefposten: Andreas Renschler (links) mit Daimler-Vorstandschef Dieter Zetsche und dem Fiananzvorstand Bodo Uebber (rechts). dpa

Ganz nah dran am Chefposten: Andreas Renschler (links) mit Daimler-Vorstandschef Dieter Zetsche und dem Fiananzvorstand Bodo Uebber (rechts).

DüsseldorfBei Daimler herrscht gleich zu Jahresanfang schon wieder viel Unruhe. Grund ist der völlig überraschende Abgang von Daimler-Urgestein Andreas Renschler. Der Rückzug des bestens vernetzten Produktionschefs wirft in Stuttgart viele Fragen auf - galt Renschler doch als einer der Kronprinzen von Konzernchef Dieter Zetsche. Noch dazu könnte Renschler laut Medienbericht nun ausgerechnet zum Rivalen VW wechseln - auch dort ist die Nachfolge von Unternehmenslenker Martin Winterkorn noch ungeklärt.

Renschler verlasse den Konzern „aus persönlichen Gründen“, heißt es bei Daimler lediglich. Welche das sein könnten - darüber wird noch heftig spekuliert. Die „Stuttgarter Zeitung“ berichtete am Mittwoch etwa über einen möglichen Wechsel zur Nutzfahrzeugsparte von VW. Renschler war vor nicht einmal einem Jahr Knall auf Fall zum Produktionsvorstand ernannt worden - davor war er Nutzfahrzeugchef gewesen.

„Wenn ich einen solchen Topmann im Nutzfahrzeugbereich habe, dann ist das am Ende des Tages keine richtige Entscheidung gewesen“, hieß es am Mittwoch aus dem Umfeld des Unternehmens. Konzernchef Zetsche verliere in Renschler einen wichtigen Manager.

Tatsächlich hatte der Schwabe, der bereits Ende der 1980er Jahre zu Daimler kam, im Konzern einen guten Stand. Während seiner Zeit dort baute er nicht nur das erste Auslandswerk von Mercedes-Benz in den USA auf, er brachte auch die krisengeschüttelte Kleinstwagenmarke Smart auf Kurs.

Immer wieder war sein Namen auch bei der Frage nach einem möglichen Kronprinz von Daimler-Chef Dieter Zetsche zu hören. Zumal Renschler so manchem Vorstandskollegen etwas voraus hatte: die Sympathie des Betriebsrats, mit dem er stets den Schulterschluss gesucht hatte.

Kommentare (2)

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beobachter

29.01.2014, 14:36 Uhr

Offensichtlich sind bei Daimler zu viele Vorstände an Bord. Das Gerangel um Zetsches Nachfolge ist mehr als peinlich....

daschniegler

30.01.2014, 11:19 Uhr

Damit geht der beste Mann von Bord. ? Schade, viel Glück Andreas Renschler!
Detlev Schniegler

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