Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

28.06.2016

12:04 Uhr

Airbag-Debakel

Takata-Chef kündigt Rücktritt an

Der Autozulieferer Takata steckt seit Monaten in der Krise. Defekte Airbags dürften den japanischen Konzern Milliarden kosten. Nun beugt sich Firmenchef Shigehisa Takada dem Druck und kündigt seinen Rückzug an.

Der Enkel des Firmengründers hat seinen Rücktritt angekündigt. AFP; Files; Francois Guillot

Shigehisa Takada

Der Enkel des Firmengründers hat seinen Rücktritt angekündigt.

TokioDer Chef des krisengeplagten Autozulieferers Takata beugt sich mitten im schwelenden Airbag-Skandal dem Druck und will zurücktreten. Zum genauen Zeitpunkt äußerte sich Shigehisa Takada auf einer Aktionärsversammlung am Dienstag allerdings nicht. Der Enkel des Firmengründers sagte lediglich, noch bis zu einer „Übergabe“ im Amt bleiben zu wollen. „Ich klammere mich nicht daran fest. Meine Rolle ist es, das Unternehmen bis zur Staffelübergabe auf Kurs zu halten“, sagte Takada, der auf dem Treffen wegen des Krisenmanagements unter Beschuss geriet. Die Personalie ließ Takata-Aktien zeitweise um zehn Prozent steigen.

Zum Jahresanfang hatte der Unternehmenschef einen Rücktritt noch abgelehnt. Ein extra für den Umbau einberufener Ausschuss werde nun aber Änderungen in der Konzernführung in die Wege leiten, kündigte Takada an. Er ist das erste Mitglied der Gründerfamilie, das Konsequenzen zieht. Der japanische Konzern braucht dringend Geld und ist deshalb auf Investorensuche. Bislang haben früheren Informationen von Insidern zufolge rund 30 potenzielle Geldgeber ihr Interesse signalisiert. Eine Einigung wird bis November erwartet.

Neuer Chef bei Schmitz Cargobull: Ende des Interregnums

Neuer Chef bei Schmitz Cargobull

Premium Ende des Interregnums

Lkw-Ausrüster Schmitz Cargobull lässt nach acht Jahren wieder ein Mitglied der Eigentümerfamilien ans Lenkrad. Andreas Schmitz will den Betrieb auf Vordermann bringen – und dafür kräftig investieren.

Auf den Konzern kommen nach tödlichen Unfällen massive Kosten für den Ersatz defekter Airbags zu. Bislang wurden weltweit mehr als 100 Millionen Autos in die Werkstätten zurückbeordert. Sollte die alleinige Verantwortung für die Probleme Takata zugesprochen werden, könnten die Rückrufe für die Japaner mehr als zehn Milliarden Dollar teuer werden. Im Zuge des Skandals ist der Börsenwert des Unternehmens drastisch zusammengeschrumpft. Das macht Takata für Investoren attraktiv.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×