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31.10.2013

14:20 Uhr

Aktionäre stimmen zu

GSW fusioniert mit Deutsche Wohnen

Die GSW-Aktionäre segnen die Fusion mit der Deutsche Wohnen ab. Damit wird die milliardenschwere Zusammenführung nun in die Wege geleitet und es entsteht der zweitgrößte börsennotierte Wohnungskonzern Deutschlands.

Auch das Kartellamt hat keine Einwände gegen die Fusion mit der Deutsche Wohnen. Reuters

Auch das Kartellamt hat keine Einwände gegen die Fusion mit der Deutsche Wohnen.

FrankfurtDer milliardenschweren Fusion der beiden Immobilienkonzerne GSW und Deutsche Wohnen steht nichts mehr im Wege. Mehr als die mindestens nötigen 75 Prozent der GSW-Eigner stimmten für den Zusammenschluss, wie die Deutsche Wohnen am Donnerstag mitteilte. Damit ist auch die letzte Hürde für den milliardenschweren Deal genommen, der ausschließlich über einen Aktientausch abgewickelt werden soll. Die Vorstände beider Firmen sind sich seit Mitte Oktober einig. Auch die Deutsche-Wohnen-Aktionäre hatten bereits grünes Licht gegeben. Das Kartellamt hat keine Einwände.

"Wir haben von beiden Aktionärsgruppen einen klaren Auftrag erhalten", erklärte Deutsche-Wohnen-Chef Michael Zahn. "Unsere gesamte Aufmerksamkeit und Energie wird jetzt der Zusammenführung beider Unternehmen gelten." Das genaue Endergebnis des Aktionärsvotums liegt voraussichtlich am 4. November vor.

Das sind Deutschlands Immobilienriesen

Platz 6: GAG

Die GAG Immobilien AG bewirtschaftet rund 42.000 Wohnungen. Das Unternehmen ist nach eigenen Angaben der größte Vermieter in Köln. Die GAG verwalte damit 2,8 Millionen Quadratmeter Wohnfläche.

Platz 5: GSW

Die GSW Immobilien kommt auf 60.000 Wohnungen. Das Unternehmen ist börsennotiert und wurde im Jahr 1924 gegründet. Schwerpunkt der Arbeit ist Berlin, die GSW ist dort nach eigenen Angaben „ein führendes privates Wohnimmobilienunternehmen“.

Platz 4: TAG

Die TAG Immobilien AG kommt auf Platz vier der deutschen Wohnungsriesen. Das Unternehmen verwaltet 68.781 Wohnungen. Hauptstandorte sind nach eigenen Angaben die Großräume Hamburg und Berlin, die Region Salzgitter, Thüringen/Sachsen sowie Nordrhein-Westfalen. Sitz der TAG ist Hamburg.

Platz 3: Deutsche Wohnen

Die Deutsche Wohnen mit Sitz in Berlin bewirtschaftete im April 2013 insgesamt 82.500 Wohnungen. Aktuell gibt das börsennotierte Unternehmen die Zahl der Wohnimmobilien mit rund 89.500 an. Schwerpunkt ist der Großraum Berlin sowie das Rhein-Main-Gebiet, Rheinland, Hannover, Braunschweig, Magdeburg.

Platz 2: Gagfah

Die Gagfah Gruppe mit Sitz in Essen ist die Nummer zwei der Wohnimmobilien-Unternehmen in Deutschland. Im April bewirtschaftete das Unternehmen 145.000 eigene Mietwohnungen und 13.000 für Dritte verwaltete Wohnungen. Aktuell gibt das Unternehmen sogar 35.000 für Dritte verwaltete Wohnungen an.

Platz 1: Deutsche Annington

Die Deutsche Annington erregte mit dem Börsengang im Juli 2013 zuletzt großes Aufsehen. Das Bochumer Immobilienunternehmen bewirtschaftet 210.000 Wohnungen - davon 180.000 eigene. Die Deutsche Annington stieg im Jahr 2005 auf, als sie die Viterra AG mit 138.000 Wohnungen von Eon erwarb.

Die expansionshungrige Deutsche Wohnen hatte die Übernahmeofferte für die kleinere Rivalin im August publik gemacht. Durch die Fusion entsteht der zweitgrößte börsennotierte Wohnungskonzern hierzulande nach der Deutschen Annington. Die "neue" Deutsche Wohnen kommt auf eine Marktkapitalisierung von rund vier Milliarden Euro und schließt im europäischen Vergleich ein großes Stück zu den Top-5 auf.

Von

rtr

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