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24.01.2011

00:00 Uhr

Alexander Dibelius

Goldman-Banker soll Sloweniens Instituten helfen

VonStefan Menzel

Der Kapitalmarktprofi Alexander Dibelius ist bei Goldman Sachs auch verantwortlich für das Geschäft in Osteuropa. Dabei hat vor allem Slowenien das Interesse des Bankmanagers geweckt. Dort brauchen die geschwächten Banken dringend Hilfe.

Alexander Dibelius: Der Goldman-Banker muss den slowenischen Banken aus der Patsche helfen. Quelle: dpa

Alexander Dibelius: Der Goldman-Banker muss den slowenischen Banken aus der Patsche helfen.

WIEN. Slowenien ist ein kleines Land, das selten auffällt oder in den Blickpunkt der Öffentlichkeit rückt. Eigentlich interessiert sich Alexander Dibelius, der Frankfurter Statthalter der US-Bank Goldman Sachs, auch mehr für Deutschland. Doch zu Dibelius' Aufgabengebiet gehört auch Osteuropa und damit eben auch Slowenien mit seinen zwei Millionen Einwohnern.

Der 51-jährige Bankmanager aus Frankfurt hat jetzt sein Herz für die slowenischen Banken entdeckt. Nicht aus reiner Mildtätigkeit, sondern weil er ein gutes Geschäft als Investmentbanker wittert. Den größten Banken des Landes geht es alles andere als gut. Die Nova Ljubljanska Banka (NLB), das wichtigste Institut, hat 2010 knapp den europaweiten Stresstest geschafft. Die Eigenkapitaldecke ist dünn. Die zweitgrößte Nova Kreditna Banka Maribor (NKBM) könnte auch Kapital gebrauchen.

Und genau das ist die Aufgabe von Dibelius: Er soll den geschwächten Banken aus der Bredouille helfen. Die Gespräche stehen erst am Anfang, aber Goldman Sachs soll neue Investoren aufspüren, die Kapital zuschießen. "Wir haben uns schon dreimal getroffen", sagte Finanzminister Franc Krizanic im slowenischen Fernsehen. Bei beiden Instituten ist der Staat größter Gesellschafter. Die Deutschland-Niederlassung von Goldman Sachs gibt sich zugeknöpft. "Kein Kommentar", heißt es.

Der slowenische Staat tut sich schwer damit, neues eigenes Geld in die beiden Banken zu pumpen. Die eigene Notenbank hat schon gewarnt, dass die Staatsverschuldung nicht weiter zunehmen dürfe. Schließlich soll das kleine Euro-Mitgliedsland nicht das Schicksal von Irland und Griechenland teilen.

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