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29.01.2009

22:07 Uhr

Alfred Ötsch

Austrian Airlines-Chef geht

Der Chef der Austrian Airlines AG (AUA), Alfred Ötsch, tritt Ende Januar ab. An seine Stelle werden Technikvorstand Peter Malanik und Marketingvorstand Andreas Bierwirth treten, teilte die Fluglinie am Donnerstagabend mit. Die Auflösung erfolge einvernehmlich und vertragskonform, so das Unternehmen. Der Ankündigung waren tagelange Spekulationen vorausgegangen.

Der Chef von Austrian Airlines, Alfred Ötsch, räumt seinen Posten und macht damit den Weg für seine Nachfolger Peter Malanik und Andreas Bierwirth frei. Foto: Reuters Reuters

Der Chef von Austrian Airlines, Alfred Ötsch, räumt seinen Posten und macht damit den Weg für seine Nachfolger Peter Malanik und Andreas Bierwirth frei. Foto: Reuters

HB WIEN. Die Entscheidung folgt tagelangen medialen Spekulationen über einen vorzeitigen Abgang Ötschs, noch vor dem Abschluss der Übernahme durch die Lufthansa Dieser wird frühestens für Juni erwartet. Ursprünglich war eine personelle Neubesetzung erst nach der Übernahme durch die deutsche Fluglinie erwartet worden. Bis zur Genehmigung durch die EU-Kommission darf die Lufthansa keine Entscheidung für die AUA treffen.

"Nachdem ich im vergangenen Jahr gemeinsam mit meinen Kollegen im Vorstand und unserem Aufsichtsrat die erforderliche Wende in Richtung Partnerschaft eingeleitet habe, bin ich froh, dass die Privatisierung mit dem für die Austrian Airlines Group bestmöglichen Partner, der Lufthansa, in eine positive Zielgerade gegangen ist", wird Ötsch in einer Erklärung zitiert.

Der frühere Siemens Österreich-Manager Ötsch war sei Mai 2006 Vorstandsvorsitzender der AUA. Davor war er im Aufsichtsrat der Fluglinie. Die Privatisierung der AUA wurde im Sommer 2008 von der österreichischen Regierung beschlossen. Anfang Dezember wurde der Verkauf des Staatsanteils von 42 Prozent an die Lufthansa vertraglich besiegelt. Unter der Führung der Kranich-Fluglinie soll die wirtschaftlich angeschlagene Gesellschaft wieder auf Profitabilitätskurs kommen und in drei Jahren wieder Gewinne einfliegen.

In Medienberichten wurde zuletzt kolportiert, dass die AUA mit dem vom österreichischen Staat zur Fortführung des Betriebes gewährten Darlehen in Höhe von 200 Mio. Euro nicht auskommen dürfte. Die AUA, die 2008 einen Verlust von über 400 Mio. Euro eingeflogen hat, dementiert einen zusätzlichen Finanzbedarf.

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