Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

13.01.2004

09:00 Uhr

All inclusive

Speisenangebot muss nicht vollständig dem Katalog entsprechen

Für 4 962 Euro hatte ein Tourist eine Reise in die Dominikanische Republik für zwei Erwachsene und zwei Kinder gebucht. Im Katalog waren Lobster abgebildet, die sich im Restaurant dann aber nicht fanden.

Deswegen verlangte der Tourist 30 Prozent Minderung des Reisepreises. Weitere fünf Prozent verlangte er, weil Windsurfen nur gegen Zahlung einer zusätzlichen Gebühr möglich gewesen sei. Das Landgericht (LG) Duisburg sprach der Familie allerdings nur eine Minderung von 2 Prozent des Reisepreises zu. Es habe sich um das Fehlen einer einzigen Speise gehandelt. Ansonsten habe die Familie auf das komplette Speisenangebot zurückgreifen können. Dieses sei hinsichtlich Qualität und Quantität nicht beanstandet worden.

Auch wenn ein Lobster 58 Euro im Restaurant gekostet hätte, ändere dies nichts. Die Familie habe auf andere karibische Köstlichkeiten und viele weitere Speisen zurückgreifen können. Eine Minderung von mehr als 2 Prozent des Reisepreises wäre unangemessen gewesen. Auch sei das Windsurfen nicht das einzige Sport - und Fitness Angebot gewesen. Die Familie habe Tennis, Tischtennis spielen, Fahrräder für eine Stunde pro Tag mieten, Bogen schießen und täglich am Animationsprogramm teilnehmen können. Außerdem seien Schnuppertauchen im Pool sowie Tanz und Spanisch - Unterricht angeboten worden.

LG Duisburg vom 26.6.2003 ; Az. 12 S 27/03

Rückfragen zum Urteil beantwortet Ihnen gerne Dr. Peter .

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×