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26.06.2017

08:25 Uhr

Allianz, Adidas, Bayer

Welche Dax-Konzerne bei Facebook glänzen

VonCatrin Bialek

Fast alle Dax-Konzerne nutzen soziale Medien für die Kommunikation mit den Finanzmärkten. Eine Studie sieht Allianz, Adidas und Bayer vorne. Doch in der Darstellung der Konzernchefs sehen die Berater Nachholbedarf.

In der Grafik präsentiert der Konzern die fünf stärksten Wachstumstreiber des vergangenen Jahres. 14.000 Menschen teilte diese Unternehmensgrafik – ein Spitzenwert in der Finanzmarktkommunikation in sozialen Medien. Screenshot Facebook

Allianz-Grafik auf Facebook

In der Grafik präsentiert der Konzern die fünf stärksten Wachstumstreiber des vergangenen Jahres. 14.000 Menschen teilte diese Unternehmensgrafik – ein Spitzenwert in der Finanzmarktkommunikation in sozialen Medien.

DüsseldorfNüchterne Finanzmarktkennzahlen und das bunte Treiben in den sozialen Netzwerken schließen einander nicht aus. 28 der 30 Dax-Unternehmen nutzen mindestens einen der relevanten Social-Media-Kanäle, also entweder den Kurznachrichtendienst Twitter, die Geschäftskontaktenetzwerke Linkedin und Xing oder das Freunde-Netzwerk Facebook, um ihre jährlichen Geschäftszahlen zu veröffentlichen.

Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse der Unternehmensberatung FTI Consulting, die Hunderte von Posts und Tweets der Unternehmen zu den Jahresergebnissen 2016 ausgewertet hat. Lediglich der TV-Konzern Pro Sieben Sat1 und der Baustoffkonzern Heidelberg Cement verzichteten auf eine derartige Kommunikation.

Das Ranking im „Social Dax“ führt der Versicherungskonzern Allianz an. Auf den Plätzen zwei und drei folgen der Sportartikelhersteller Adidas und der Chemiekonzern Bayer. In allen drei Aspekten, die nach Ansicht der Studienautoren wichtig sind, haben diese drei Unternehmen am besten abgeschnitten: bei der Zahl der Posts, der Qualität der Beiträge aus Social-Media-Sicht und in den Reaktionen der Follower und Abonnenten. Es geht eben nicht nur um Quantität, sondern auch um Qualität.

Welche Facebook-Dienste die Deutschen nutzen

Mehr als „Gefällt mir”

Facebook ist nicht nur eine Internetseite oder eine App. Das soziale Netzwerk wurde in den vergangenen Jahren kräftig erweitert. Die bekanntesten Teile sind der Facebook Messenger, Instagram und Whatsapp. Das Statistik-Portal Statista hat die Deutschen gefragt, welche Dienste und Produkte sie mindestens gelegentlich nutzen.

Facebook allgemein

72 Prozent nutzen das Social Media Portal. Dabei ist der Unterschied zwischen Männern (73 Prozent) und Frauen (71 Prozent) gering.

Facebook Messenger

Den Facebook-Nachrichtendienst nutzen 43 Prozent der Befragten – Männer wie Frauen.

Instagram

Den Online-Dienst Instagram zum Teilen von Fotos und Videos nutzen 26 Prozent der Männer und 22 Prozent der Frauen.

Whatsapp

Den Instant-Messaging-Dienst, der seit dem Jahr 2014 zu Facebook gehört, wird 70 Prozent der Befragten genutzt. Mit 71 Prozent männlichen und 70 Prozent weiblichen Nutzern sind die Unterschiede bei den Geschlechtern gering.

Studien-Sieger Allianz sei es beispielsweise gelungen, die Kommunikation der Jahreszahlen auch in die „Corporate Story“ einzubetten, klare Kernbotschaften zu setzen und relevante Inhalte für unterschiedliche Kanäle aufzubereiten, urteilen die Autoren der Studie.

Am häufigsten kommunizierten die Dax-30-Unternehmen ihre Jahresergebnisse über Twitter (87 Prozent), gefolgt von Linkedin und Facebook mit jeweils 63 Prozent. Schlusslicht ist der deutsche Konkurrent Xing mit 37 Prozent.

Mitunter sorgen die Unternehmen mit ganz einfachen Ideen für eine hohe Interaktion. So veröffentlichte die Allianz eine Meldung auf Facebook, in der eine Grafik die fünf stärksten Wachstumstreiber des vergangenen Jahres darstellte. Rund 14.000 Menschen teilte diese Unternehmensgrafik – ein Spitzenwert in der Finanzmarktkommunikation in sozialen Medien.

Beim deutschen Netzwerk Xing sticht laut „Social Dax“-Studie vor allem die Finanzmarktkommunikation des Reifenherstellers Continental hervor. Der Konzern überzeugte unter anderem mit einem Video: In einem selbstfahrenden Auto bereiten sich zwei Firmenkommunikatoren auf die bevorstehende Bilanzpressekonferenz vor und scherzen: „Alle Menschen sollten ihre Moderationskarten mit sich rumtragen, das Leben wäre viel moderater.“ Dies sei ein Paradebeispiel dafür, wie das automatisierte Fahren als Zukunftsfeld eines Unternehmens mithilfe von Social Media geschickt herausgestellt werden kann, urteilten die Berater von FTI Consulting.

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