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23.01.2017

16:47 Uhr

#alternativefacts

Wenn Züge der Deutschen Bahn zu 120 Prozent pünktlich sind

VonChristoph Bürgener

Auf Twitter geistert der Hashtag #alternativefacts herum. Hintergrund ist ein Streit zwischen Medien und US-Regierung über die Zahl der Teilnehmer bei Donald Trumps Vereidigung. Deutsche Unternehmen beweisen ihren Humor.

Die Deutsche Bahn preist ihre berühmt berüchtigte „Pünktlichkeit“ mit 120 Prozent an – wohlgemerkt mit dem Hashtag #alternativefacts.

Im Streit über die Zahl der Teilnehmer bei der Vereidigung Donald Trumps sagte seine Top-Beraterin Kellyanne Conway: „Wir sehen uns genötigt, herauszugehen, reinen Tisch zu machen und alternative Fakten zu präsentieren.“ Diese alternativen Fakten schwirren auf Twitter als Hashtag #alternativefacts herum.

Luftaufnahmen sollen gezeigt haben, dass bei der Vereidigung Trumps am Freitag weniger Menschen dabei waren als beim Amtsantritt Barack Obamas 2009. Schon seit längerer Zeit wird davon gesprochen, dass sich der 45. US-Präsident mit den Medien im Krieg befände, was die Alternativfakt-Debatte nun wieder belegt.

Hier ein paar Netzfundstücke, wie deutsche Unternehmen die „alternativen Fakten“ für ihre ganz eigenen Markenzeichen benutzen:

Der Autovermieter Sixt wirft seine ganze „Qualität“ in die Waagschale.

Das Fahrzeug-Portal Mobile.de zweifelt seine „Vielfalt“ an passenden Vehikeln an.

Die aus Nürnberg stammende Systemgastronomie-Kette L’Osteria wirbt mit „zu kleiner Pizza“.

Das Erotik-Fachgeschäft Orion lässt seinen ganzen Charme spielen und wirft die „inneren Werte“ zwischen Mann und Frau als das ewig Verbindende ins Rennen der alternativen Fakten.

Obacht, ProSieben bedient sich einer Sprache von eingefleischten Fans von „TBBT“... Von was? Von „The Big Bang Theory“, einer US-amerikanischen Fernsehserie über das Leben von Nerds, die der Fernsehsender lediglich an sieben von sieben Wochentagen zeigt.

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