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25.05.2012

10:49 Uhr

Apple-Chef

Cook verzichtet auf Millionen-Vergütung

Tim Cook verzichtet auf Dividenden in Höhe von 75 Millionen Dollar. Die Ausschüttungen will der Apple-Chef nicht haben. Warum, ist unklar.

Hat auch ohne Dividenden gut lachen: Tim Cook. dapd

Hat auch ohne Dividenden gut lachen: Tim Cook.

San FranciscoApple-Chef Tim Cook verzichtet auf Vergütungen in Höhe von 75 Millionen Dollar in den kommenden Jahren. Dividendenansprüche in dieser Höhe sollen nach Cooks Willen nicht ausgezahlt werden. Das geht aus einer Mitteilung des Unternehmens an die US-Börsenaufsicht vom Donnerstag hervor.

Zu den Gründen für diesen Schritt wollte sich Apple auf Anfrage nicht äußern. Cook bat seinen Arbeitgeber darum, von einem vor kurzem aufgelegten Vergütungsprogramm ausgenommen zu werden. Es ermöglicht den Beschäftigten, an den Ausschüttungen für die Aktionäre teilzuhaben. Grundlage sind Ansprüche der Mitarbeiter auf eine festgesetzte Zahl von Aktien des Unternehmens, sogenannte Restricted Stock Units (RSU).

Diese Ansprüche können erst nach Ablauf einer Frist eingelöst werden und sind an bestimmte Bedingungen wie das Erreichen von persönlichen oder Firmenzielen geknüpft. Ausgezahlt werden können die Ansprüche in der Regel durch Ausgabe der Aktien oder Barzahlungen.

Cook, der im August das Ruder von dem im Herbst gestorbenen Apple-Mitgründer Steve Jobs übernommen hatte, hat Anspruch auf mehr als eine Million Apple-Aktien. Die Hälfte davon wird im Jahr 2016 zuteilungsreif, die andere im Jahr 2021.

Von

rtr

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

25.05.2012, 11:34 Uhr

"Warum ist unklar"

--> Vielleicht gehört er ja der als ausgestorben geglaubten Rasse "verantwortungsvollen Unternehmers" an und ist einfach der Meinung, dass sein sicher gutes Jahresgehalt völlig ausreichend ist.

In einer Zeit, wo nur noch Manager in den Konzernen am Ruder sitzen, die versuchen in kürzester Zeit so viel Geld wie möglich auf Kosten der Kunden und Mitarbeiter in die eigenen Taschen zu stecken eine rühmliche Ausnahme.

Besser wäre allerdings, er hätte seine Dividenden an die Zuliefererbetriebe von Aplle in Asien überwiesen, damit die Beschäftigten dort nicht mehr für Hungerlöhne arbeiten müssten.

Harry

04.06.2012, 22:19 Uhr

Löbliche Einstellung von Herrn Cook.
Zum Kommentar von Roemi möchte ich folgendes sagen:

Apple ist nicht der einzige Hersteller, der seine Produkte beispielsweise bei Foxconn fertigen lässt. Microsoft, Samsung, IBM, Sony lassen auch bei Foxconn fertigen. Von denen kam noch kein einziges Wort zu den Arbeitsbedingungen. Apple dagegen hat bereits Untersuchungen durchführen lassen und Qualitätsmängel ausbessern lassen.
Die anderen Firmen stehen ebenso in der Verantwortung, dass die Arbeiter bei Foxconn angemessen bezahlt werden... trotzdem wird nur Apple der Vorwurf der Ausbeutung gemacht. Das finde ich unfair Apple gegenüber.

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