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30.10.2014

12:26 Uhr

Apple-Chef Tim Cook outet sich

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Homosexualität ist in der Welt der Wirtschaft nach wie vor ein Tabu. Tim Cook bricht dieses Tabu. Der Apple-Chef outet sich als schwul. In einem Essay findet er klare Worte.

Tim Cook: „Ich bin stolz, schwul zu sein.“ Reuters

Tim Cook: „Ich bin stolz, schwul zu sein.“

San Francisco/CupertinoApple-Chef Tim Cook äußert sich in einem Beitrag für das Magazin „Bloomberg Businessweek“ erstmals öffentlich zu seiner Sexualität. „Ich habe nie ein Geheimnis aus meiner Sexualität gemacht, aber ich habe mich auch nie öffentlich dazu geäußert, bis jetzt. Also lassen Sie es mich deutlich sagen: Ich bin stolz, schwul zu sein“, schreibt Cook. „Schwul zu sein betrachte ich als eines der größten Geschenke, das Gott mir gegeben hat.“ Die Homosexualität habe ihm über die Jahre ein tiefes Verständnis dafür gegeben, was es heißt, einer Minderheit anzugehören.

Seit Jahren engagiert sich Cook bei Apple gegen Diskriminierung. In diesem Jahr besuchte er gemeinsam mit Tausenden Angestellten die Gay Pride in San Francisco, eine der größten Schwulen-Paraden der Welt. Cook ist seit August 2011 Apple-Chef. Er trat die Nachfolge des gestorbenen Firmengründers Steve Jobs an.

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Über sein Unternehmen findet Cook lobende Worte: „Viele Kollegen bei Apple wissen, dass ich homosexuell bin, und das scheint keinen Unterschied in der Art zu machen, wie sie mich behandeln. Natürlich habe ich das Glück, bei einem Unternehmen zu sein, das Kreativität und Innovation liebt, und das weiß, dass es nur dann gedeihen kann, wenn man Unterschiede der Menschen annimmt. Nicht alle sind so glücklich.“

Er hoffe, dass sein Schritt anderen helfen oder sie inspirieren könne. Er kündigte an, dass sich Apple für die Gleichberechtigung von Schwulen, Lesben und anderen Gruppen einsetzen werde. „Wir werden weiter für unsere Werte kämpfen“, schrieb er, „und ich werde mich persönlich weiterhin für die Gleichberechtigung aller einsetzen“.

Kommentare (11)

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Herr Tom Schmidt

30.10.2014, 13:41 Uhr

Vielleicht ist es in der Wirtschaftswelt kein Tabu, sondern das was es sein sollte: vollkommen egal! Ok, ob das in USA so ist, mag fraglich sein.

Wowereit war da eher ein Negativbeispiel, er wollte daraus persönlichen Nutzen ziehen. Wenn dann solche Dinge wie beim BER schief gehen und Verträge mit Leuten geschlossen werden, bei denen man sich beim Besten Willen nicht vorstellen kann, dass die eine faire öffentliche Ausschreibung gegen ganze Konzerne gewinnen können, schlägt das Pendel dann in die anderen Richtung.

Daher, es gibt Dinge, die sind privat, das gehört dazu. Minderheiten sollen fair behandelt werden, d.h. aber das eben deren Privatsachen nicht zur Selbstvermarktung genutzt werden. Verstellen sollen die Leute sich aber auch nicht.

Unterm Strich scheint der Apple-Chef alles richtig gemacht zu haben.

Reinhold Harbig

30.10.2014, 14:09 Uhr

Da gibt's anderes auf das man stolz sein kann!

Herr man reg

30.10.2014, 14:48 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

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