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30.06.2015

10:20 Uhr

Arbeitsmarkt für Auszubildende

Nachwuchs gesucht

VonMiriam Bax

Das Stellenangebot für Azubis ist auch in diesem Jahr wieder gestiegen. Die offenen Plätze sind jedoch immer schwerer zu besetzen. Das verlangt den Unternehmen zunehmend Engagement und Kreativität ab.

Lehrlinge werden händeringend gesucht. Foto: Fotolia

Auszubildende

Lehrlinge werden händeringend gesucht. Foto: Fotolia

KölnDie Anzahl der Schulabgänger lag im vergangen Jahr laut einer Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) um 53.000 unter dem des Vorjahres. Nur wenige Monate vor Beginn des neuen Lehrjahrs hat sich der Kampf um den Nachwuchs zunehmend verschärft. Lehrlinge werden dringend gesucht (Vgl. Grafik Arbeitsmarkt für Auszubildende).

Das Angebot für Azubis ist groß. Quelle: Handelsblatt-Jobturbo

Arbeitsmarkt-Azubis

Das Angebot für Azubis ist groß. Quelle: Handelsblatt-Jobturbo

Im Vergleich zum Vorjahr wurden in der Spitze im Monat März rund fünf Prozent mehr Ausschreibungen gezählt als im Vorjahresmonat. Insgesamt hat das Anzeigenvolumen bis Mai in diesem Jahr um zwölf Prozent zugelegt, verglichen mit dem Vorjahreszeitraum. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Auswertung der Stellenangebote  der Jobbörse Handelsblatt-Jobturbo. Hier werden sämtliche Stellenangebote der großen Stellenbörsen wie Stepstone oder Monster, kleiner Special Interest Portale, Zeitungen und Karriereportale der Top-Unternehmen gebündelt und ausgewertet.

Nicht nur die Anzahl freier Ausbildungsplätze steigt, auch die Anzahl suchender Unternehmen ist gewachsen. So meldet der Personaldienstleister Adecco ein Plus von 7,3 Prozent an ausschreibenden Betrieben in den letzten zwölf Monaten. Der Adecco-Stellenindex basiert auf der Analyse von Ausbildungsangeboten in 184 Printmedien und Online-Jobbörsen.

Ausbildungsplätze in den Berufsfeldern Hotel- und Gastronomie, Büro und Verwaltung sowie Technik stellen erfahrungsgemäß den Löwenanteil der Gesuche. Die wenigsten Stellen gab es  in den Berufsfeldern Bildung und Soziales, in Rechtsberufen und im Bereich Medien und Marketing. In einigen Branchen ist das Angebot sogar rückläufig. In der Informations- und Kommunikationsbranche (-13 Prozent), in der Personaldienstleistung (-6 Prozent) und auch im Gastgewerbe (- 3 Prozent) schwindet das Angebot, so der Adecco Stellenindex.

Anwärter werden vor allem im Baugewerbe händeringend gesucht. „Einen ähnlich großen Zuwachs beobachten wir auch in der Verkehrs- und Lagerbranche sowie in den traditionellen Ausbildungsbereichen, allen voran dem Handwerk, in der Hotellerie und im Einzelhandel“, sagt Adecco-Geschäftsführer Thomas Bäumer.

Kommentare (5)

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Herr Fred Meisenkaiser

30.06.2015, 10:36 Uhr

Marktwirtschaft: Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis (Lohn) für den Azubi!

Herr Fred Meisenkaiser

30.06.2015, 10:38 Uhr

Und bei Sklavenhändlern wie Adecco arbeitet man nicht. Erst wenn diese Parasieten vom Markt verschwunden sind, haben wir einen Fachkräftemangel!

Herr Hans Mayer

30.06.2015, 11:38 Uhr

Ich habe doch gehört es strömen massenhaft Facharbeiter zu uns, aber bei uns steht der Wirtschaftsreisende eher später auf, dafür wird es abends schon mal nach Mitternacht bis der Hammelofen erloschen ist. Gerade bei den jetzigen Temperaturen weiß der Südländer das es ungesund ist am Tage zu arbeiten.
Selbst hier in BW mal die Tariflöhne
Brutto Steuerklasse 1, keine Kinder, unverheiratet aber abgeschlossene Ausbildung
Kfz Gewerbe 1900 - 2300
Metall-Elektro 2400- 2700
Schreiner 2019
Metzger 1906
Bäcker 1901

Es geht in den neuen Bundesländern noch billiger. Wer wird so blöd sein und dort eine Ausbildung anfangen um sein restliches Leben am Existenzminimum rumzukrebsen.

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