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07.01.2015

10:10 Uhr

Arbeitsmarkt für Fach- und Führungskräfte

Jobs im Handel sind begehrt

VonMiriam Bax

Obwohl das große Weihnachtsgeschäft eher schleppend verlief, sorgte der Handel im vergangenen Jahr doch für mehr Jobs. Bereits im Herbst zog der Stellenmarkt an. Begehrt sind vor allem Vertriebler und Finanzprofis.

Das Weihnachtsgeschäft hat die meisten Händler nicht nach vorne gebracht - die Anzahl der Stellenangebote im Handel ist 2014 jedoch stetig gestiegen. dpa

Das Weihnachtsgeschäft hat die meisten Händler nicht nach vorne gebracht - die Anzahl der Stellenangebote im Handel ist 2014 jedoch stetig gestiegen.

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) rechnet in einer Studie zum Arbeitsmarkt 2015 für das neue Jahr mit 100.000 neuen Stellen für den Mittelstand. Noch im Herbst ging der DIHK von 150.000 neuen Stellen aus. Auch wenn zwölf Prozent der befragten Firmen mit weniger Mitarbeitern planen, wollen der DIHK-Studie zufolge immerhin 15 Prozent die Mitarbeiterdecke ausbauen. Neben der Dienstleistungsbranche sind es Handel, Verkehr und Gastgewerbe, auf die neue Stellen entfallen.

Das Stellenangebot in den großen (Online-)Stellenbörsen zeigt eine ähnliche Entwicklung. In den Berufsfeldern Handel und Vertrieb finden Bewerber immer mehr Jobs. Aber nicht etwa kurz vor Weihnachten zog der Stellenmarkt an, bereits im Herbst war ein deutlicher Aufwärtstrend zu beobachten. „Die Handelsunternehmen scheinen lieber bereits im Herbst frühzeitig das Weihnachtsgeschäft absichern zu wollen“, berichtet Thomas Bäumer, Geschäftsführer des Personaldienstleisters Adecco GmbH.

Das Stellenangebot im Handel ist seit Spätsommer stetig gewachsen. Quelle Handelsblatt-Jobturbo

Das Stellenangebot im Handel ist seit Spätsommer stetig gewachsen. Quelle Handelsblatt-Jobturbo

Im Bereich Handel am stärksten nachgefragt sind Vertriebs- und Verkaufsexperten, angefangen von Sales- und Account-Managern bis hin zu Verkaufsberatern. Der Blick auf die Statistik Vertrieb des Handelsblatt Jobturbos zeigt: Im Vergleich zu den letzten vier Jahren erreichte das Jobangebot für Fach- und Führungskräfte im Oktober letzten Jahres einen Spitzenwert (vgl. Grafik Arbeitsmarkt Vertrieb).

Verglichen mit dem Vorjahr lagen für Bewerber im Vertrieb 2014 insgesamt rund 13 Prozent mehr freie Stellen vor. Die Metasuchmaschine Handelsblatt Jobturbo bündelt die Stellenanzeigen der großen (Online-) Stellenbörsen, Zeitungen und Karriereseiten der Top-Unternehmen. Gefragt bei Handelsunternehmen sind außerdem Finanz- und Rechtsexperten, Controller und Projektmanager.

Tipps für Bewerbung und Einstieg

Keine zweite Chance für einen ersten Eindruck

Wer beim ersten Gespräch unangenehm auffällt, für den gibt es keine zweite Chance. Wir beurteilen Menschen in den ersten drei bis fünf Sekunden- dieser Eindruck bleibt haften. Personalreferenten wissen: Wer schon beim Vorstellungsgespräch ein Gespür dafür hat, was angemessen ist, der wird auch im Job Situationen richtig einschätzen.

Wer ruft wen an?

Das Bewerbungsgespräch ist gut überstanden. Jetzt beginnt die nächste Zitterpartie: Habe ich das Rennen gemacht? Soll ich nachfragen oder abwarten? Wer nicht tagelang das Telefon fixieren möchte, sollte dies schon beim Gespräch klären. Sagen Sie, dass Sie interessiert sind und fragen Sie, wie es weiter geht.

Bewerbungs-Outfit

Wenn Sie nicht gerade in einer Kinderkrippe oder für eine Rockband vorstellen, gilt für die meisten Branchen: Männer tragen Anzug und Frauen ein Kostüm. Bis Sie ein Gefühl dafür haben, wie Ihre Kollegen erscheinen, sollten Sie das beibehalten.

Die ersten Wochen

Nachwuchskräfte aufgepasst! Unsicherheit mit Coolness zu überspielen klappt nicht. Fragen Sie erfahrene Kollegen, lernen Sie die Gepflogenheiten des Unternehmens kennen. Üben Sie sich in Bescheidenheit- das erste große Projekt kommt bestimmt, und dann können Sie Ihrem Übermut freie Fahrt gewähren.

Auch wenn Sie privat andere berühren oder Gespräche aus nächster Nähe führen- kommen Sie Kollegen und Geschäftspartnern nicht zu nahe! Die Distanzzone liegt bei einigen bis zwei Metern.

Wer ist der Neue?

Neue Kollegen bedeuten Stress für alle, denn Ihre Mitarbeiter sorgen sich vielleicht, dass ihre Routine durcheinandergewirbelt wird oder dass ihr Job in Gefahr ist. Sympathiepunkte sammelt man jetzt durch Interesse und Respekt. Tipp: Schmeicheln Sie den neuen Kollegen, und machen Sie Bemerkungen über vergangene Projekte, die Ihnen gefallen haben.

Das gekonnte Selbstmarketing

Der erste Tag ist fast überstanden, dann soll man sich in großer Runde vor allen Kollegen vorstellen. Bereiten Sie sich gut vor. Wichtig ist, Berufserfahrung und Ausbildung sachlich und Knapp auf den Punkt zu bringen. Lenken Sie die Aufmerksamkeit dabei auf Ihre größten Erfolge. Verkaufen Sie nicht mehr, als Sie liefern können.

In der Ruhe liegt die Kraft

Nur wer in Stress- Situationen Höflichkeit und Respekt wahrt, beweist, dass er umgänglich ist. Auch wenn es schwerfällt, sollten Sie Verärgerung nicht offen zeigen. Eine wutverzerrte Miene wirkt nicht souverän. Hören Sie sich die Argumente Ihres Gegenübers ruhig an. Beschreiben Sie, was Ihnen Probleme macht, ohne Kollegen zu beschuldigen.

Richtiger Umgang mit Mails

Gerade wenn man seinen Ansprechpartner nicht kennt, verfällt man oft in gestelztes Briefdeutsch. Besser ist es, so zu formulieren, wie man es mündlich tun würde. Allerdings sollte ein guter Ton gewahrt bleiben: Verzichten Sie unbedingt auf saloppe Smileys und auf Abkürzungen („MFG“ statt „Mit freundlichen Grüßen“). So viel Zeit sollte sein.

Grundkurs Netikette

Nur weil es eine E-Mail ist, sollten Sie nicht automatisch "Hallo Frau Meyer" oder "Lieber Herr Müller" schreiben. Das "Sehr geehrte Frau Schulze" ist durchaus nicht altmodisch. E-Mails erreichen ihre Adressaten schnell- das heißt aber nicht, dass diese ebenso schnell antworten müssen. Geben Sie ihnen zwei bis drei Tage Zeit, oder vermerken Sie in der E-Mail, dass es eilt. Entgegen allen Gerüchten: Großbuchstaben sind noch nicht aus der Mode. Rechtschreibung und Grammatik sind auch bei E-Mails essenziell.

Ordnung muss sein! Vergessen sie nie eine aussagekräftige Betreffzeile, denn die hilft dem Empfänger, seine E-Mail-Flut zu ordnen. Anlagen sollten Sie in gängigen Dateitypen verschicken und darauf achten, dass Sie mit großen Datenmengen nicht das Postfach des Adressaten verstopfen.

Entspannungsphase

Im Meetingraum, beim Geschäftsessen oder bei offiziellen Anlässen dürfen Sie Ihr Jackett oder ihre Kostümjacke erst ablegen, wenn die Gastgeber Sie dazu auffordern oder es vormachen. Stoßen sie zu einer Gruppe, die sich bereits "entspannt", fragen Sie erst. Werden Ihnen Getränke angeboten, sollten Sie annehmen. So geben Sie Ihrem Gegenüber die Möglichkeit, ein guter Gastgeber zu sein. Mit exotischen Wünschen (Bananensaft, Brennnessel-Tee) bringen Sie Ihren Gastgeber allerdings in Verlegenheit.

Quelle: www.trust-wi.de

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