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30.10.2013

10:08 Uhr

Arbeitsmarkt für Fach- und Führungskräfte

Nachfrage nach Wissenschaftlern steigt

VonMiriam Bax

Der Arbeitsmarkt im Bereich Wissenschaft und Forschung hält für Akademiker und Fachkräfte attraktive Stellen bereit. Besonders Absolventen mit chemisch- und medizinisch-technischem Know-how haben gute Jobaussichten.

Laboranten sind gefragt. Foto: Fraunhofer Institut

Laboranten sind gefragt. Foto: Fraunhofer Institut

KölnDas Bild vom Arbeiten im Berufsfeld Wissenschaft und Forschung hat sich gewandelt und spielt sich längst nicht mehr nur an universitären Einrichtung ab. Klimaschonende Energien oder energiesparende Mobilität, virtuelle Realitäten oder neue Medikamente: Die Entwicklung innovativer Technologien, Dienstleistungen oder Produkte ist das Betätigungsfeld zahlreicher Forscher in Unternehmen.

Die Verzahnung von Wirtschaft und Wissenschaft ist dabei besonders von Belang. So müssen wissenschaftliche Ergebnisse kontinuierlich weiterentwickelt und die praktischen Anwendungen optimiert werden. Absatzfähige Produkte und Erzeugnisse sind für Unternehmen essentiell, um am Markt konkurrenzfähig zu sein.

Die Tätigkeit im Bereich Wissenschaft und Forschung kann aber auch Grundlagenforschung an Universitäten oder öffentlichen und privaten Institutionen bedeuten. (Nachwuchs-) Wissenschaftlern bieten sich also attraktive Tätigkeitsfelder mit vielen Entwicklungs- und Aufstiegsperspektiven.

Den hohen Stellenwert von Wissenschaft und Forschung für den Wirtschaftsstandort Deutschland bestätigt die Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) in ihrem Jahresgutachten 2013. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung (FuE) erzielten im vergangenen Jahr zudem Rekordwerte. „Im europäischen Vergleich liegt Deutschland bei den FuE-Ausgaben in der Spitzengruppe“, heißt es in einer Pressemitteilung des Bundesministeriums für Forschung und Bildung (BMBF). Im Vergleich: Zwischen 2005 und 2011 sind die Bruttoinlandsausgaben für Forschung und Entwicklung um knapp 34 Prozent auf 74,8 Milliarden Euro gestiegen, trotz Finanzkrise.

Über eine halbe Million Menschen sind laut BMBF im Bereich Forschung und Entwicklung beschäftigt. Wer sich auf Jobsuche befindet und eine Tätigkeit im Bereich Wissenschaft anstrebt, der trifft mit Hilfe von Online-Stellenbörsen auf anspruchsvolle Arbeitsplätze an Hochschulen, in Forschungseinrichtungen und in Unternehmen.

Der Stellenindex des Jobturbos zeigt: Der Bedarf ist beständig.

Der Stellenindex des Jobturbos zeigt: Der Bedarf ist beständig.

Auch wenn sich die Forschung in Deutschland auf Expansionskurs befindet: Im Vergleich zum gesamten Stellenmarkt nimmt dieser Bereich einen relativ überschaubaren Stellenwert ein. Dominiert wird der aktuelle Arbeitsmarkt für Fach- und Führungskräfte vielmehr von Vakanzen in den Berufsfeldern IT, Telekommunikation, Ingenieurwesen, Technik oder Vertrieb. Allerdings erweist sich der Bedarf an gut ausgebildeten Mitarbeitern im Bereich Wissenschaft und Forschung als relativ beständig, wie der Blick in den aktuellen Stellenindex des Handelsblatt Jobturbo zeigt. Der Index basiert auf der Auswertung der  Stellenangebote der bundesweit bedeutendsten Stellenbörsen, Zeitungen und Karriereportale. Seit dem vergangenen Monat zeigt die Angebotskurve für Jobs in Wissenschaft und Forschung wieder einen Aufwärtstrend.

Kommentare (2)

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FrustrierterPhysiker

30.10.2013, 10:51 Uhr

Na klar, da gibt es jede Menge befristete Verträge ohne Benefits mit 50%-Bezahlung oder nach dem Tarifvertrag des Öffentlichen Dienstes. Und nach Ende der Befristung (manchmal ein halbes Jahr) steht man wieder dumm da.
Null Perspektive, null Planungssicherheit.

audi

30.10.2013, 11:03 Uhr

Sieht mies aus für Physiker, Chemiker und Biologen, aber war es denn schon ja anders ? Aber bei uns hat man gerne Physiker als Programmierer eingestellt. Ist zwar nicht das Ideal, aber besser als nix.

Ich als Maschinenbauer musste mir zwar das volle Studium über die dummen Sprüche der Schaluköppe anhören, trotzdem als Ingenieur kann man sich IMMER seinen Job aussuchen. Und gerade in der letzten Zeit merkt auch die Wirtschaft, dass man Aktien „nicht fressen kann“.

Darum werden immer mehr Typen mit BWL, VWL,.. ins Archiv geschickt, um dort die wichtigen Akten fürs Archiv sauber zu sortieren und korrekt abzuheften. In der Wirtschaft sind Ingenieure die besseren Führungskräfte. Nur in einem Zweigwerk von uns steht noch ein BWL'er an der Spitze. Und aus ist es mit dem Slogan „Vorsprung durch Technik“.

BWL'er ruinieren eben jedes Unternehmen, was davon lebt das es hochwertige Produkte produziert und sich weltweit gewähren muss.

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