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07.01.2014

10:09 Uhr

Arbeitsmarkt für Fachkräfte

Starke Konkurrenz in der Medienbranche

VonMiriam Bax

Medienberufe werden immer beliebter, doch die Konkurrenz ist angesichts stagnierender Jobangebote groß. Der Handelsblatt-Jobturbo zeigt, wo die besten Chancen in der Branche bestehen – vom Arbeitsbereich bis zum Ort.

Für viele ein gefragter Job: Journalisten auf einer Pressekonferenz. ap

Für viele ein gefragter Job: Journalisten auf einer Pressekonferenz.

KölnDer Arbeitsmarkt im Bereich Medien befindet sich im Umbruch. Auf der einen Seite boomt der dynamische Online-Markt, auf der anderen Seite verzeichnen Printmedien rückläufige Verkaufszahlen und Werbeeinnahmen. Ein Insolvenzantrag der Frankfurter Rundschau und die Einstellung der Financial Times Deutschland im Jahr 2012 sind nur zwei Beispiele für die Veränderungen in der Branche.

In den letzten Wochen des vergangenen Jahres erwies sich das Jobangebot für Fach- und Führungskräfte branchenübergreifend konstant. Der Stellenindex des Handelsblatt-Jobturbos zeigt allerdings: Verglichen mit den Vorjahren war die Zahl der Stellenangebote im November 2013 niedrig.

Die Nachfrage überwiegt derzeit das Angebot. Quelle: Handelsblatt-Jobturbo

Die Nachfrage überwiegt derzeit das Angebot. Quelle: Handelsblatt-Jobturbo

Bei den Jobofferten speziell in der Medienbranche zeigt sich eine ähnliche Entwicklung. Seit Frühjahr 2013 werden die Kreativ-Jobs im Verhältnis zum Angebot zunehmend beliebter (Vgl. Grafik „Medienjobs 2010 bis 2013). Das Angebot stagniert hingegen. Der Index basiert auf der Auswertung der Stellenangebote der bundesweit bedeutendsten Stellenbörsen, Zeitungen und Karriereportale der Top-Unternehmen.

Was tun gegen die E-Mail-Flut?

Feste Zeiten für E-Mails

E-Mails lenken von der Arbeit ab. Daher ist es ratsam, sich feste Zeiten für die Bearbeitung der elektronischen Post einzurichten und die Benachrichtigungen in der Zwischenzeit auszuschalten. Zumindest wenn es der Job erlaubt.

Jede Nachricht nur einmal lesen

Erst überfliegen, später antworten: Viele Nutzer bearbeiten E-Mails mindestens zwei Mal. Das ist jedoch eine Zeitverschwendung. Sinnvoll ist, sofort zu entscheiden, was zu tun ist.

Eindeutige Absprachen

Je prägnanter, desto besser: Eindeutige Absprachen helfen, die Zahl der E-Mails einzudämmen. Daher sollte man seine Erwartungen klarmachen – das kann auch mit Formeln wie „Zur Information“ oder „Aktivität nötig“ tun.

Abkürzungen im Betreff

Mit einigen Kollegen steht man täglich im Austausch – mit ihnen kann man sich auf eine sehr knappe Sprache verständigen. In einigen Fällen reicht die Betreffzeile aus, so dass man nicht jede Mail öffnen muss. Bestimmte Abkürzungen helfen: EOM (End of message) oder EDN (Ende der Nachricht) etwa signalisiert, dass alles gesagt ist.

Mails in CC vermeiden

Es kann zwar sinnvoll sein, E-Mails an Kollegen oder den Chef in Kopie weiterzuleiten, diese Funktion wird aber oft genutzt, um Verantwortung zu teilen oder weiterzugeben. Insofern ist es sinnvoll, sich über die Nutzung des CC-Feldes zu verständigen. Wer muss was wissen? Im besten Fall kann man alle CC-Mails in einen separaten Ordner laufen lassen und separat bearbeiten.

Suchen statt sortieren

Je mehr Ordner, desto unübersichtlicher wird es. Experten raten daher von einer komplexen Struktur mit dutzenden Fächern ab – die Suchfunktion fördert auch so wichtige Informationen wieder zu Tage.

Im Zweifelsfall anrufen

Wie genau ist das gemeint? In E-Mails gehen Zwischentöne oft verloren. Deswegen eignet sich das Medium nicht für Diskussionen. Im Zweifelsfall greift man besser zum Hörer (oder geht direkt zum Kollegen).

Der Stellenindex zeigt: Unter Absolventen und Bewerbern im Medienbereich wächst die Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt. „Rund 4.700 Studierende schrieben sich im Studienjahr 2011/12 neu für ein Studium der Kommunikationswissenschaften/Publizistik ein. Das waren 15 Prozent mehr als im Vorjahr“, heißt es in der Arbeitsmarktberichterstattung der Bundesagentur für Arbeit. Auch Sprach- und kulturwissenschaftliche Studiengänge erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Neue Studiengänge im medialen Bereich sprießen außerdem aus dem Boden. Das sind wirtschaftlich ausgerichtete Fächer – wie Medienmanagement – oder solche im technischen oder gestalterischen Bereich – wie Mediendesign.

Die Attraktivität der digitalen Wirtschaft und der Medienbranche als Arbeitswelt beweist die Studentenbefragung des Bundesverbands digitale Wirtschaft (BVDW) von Februar 2013. Die befragten Studenten aus medien- und wirtschaftswissenschaftlichen Studiengängen sehen ihre berufliche Zukunft überwiegend bei Arbeitgebern der Digital- bzw. der Medienbranche. Damit rangieren diese weit vor den Branchen Telekommunikation, Sport und Freizeit, Beratung oder Handel und Versand.

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