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02.07.2015

15:25 Uhr

Arbeitszeitmonitor 2015

Viele Überstunden werden nicht ausgeglichen

Arbeiten bis spät in die Nacht, Extraschichten am Wochenende: Für einen Großteil deutscher Arbeitnehmer ist das der Normalfall. Doch längst nicht jeder von ihnen erhält dafür einen angemessenen Ausgleich.

Länger im Büro sitzen, ohne Ausgleich? Für 44 Prozent der Arbeitnehmer, die regelmäßig Überstunden leisten, ist das Alltag. dpa

Unbezahlte Überstunden

Länger im Büro sitzen, ohne Ausgleich? Für 44 Prozent der Arbeitnehmer, die regelmäßig Überstunden leisten, ist das Alltag.

HamburgViele Arbeitnehmer in Deutschland bekommen einer Studie zufolge für Überstunden weder mehr Geld noch einen Freizeitausgleich. Von den Arbeitnehmern, die Mehrarbeit leisten müssen, erhalten 44 Prozent keinerlei Ausgleich, ergab der am Donnerstag in Hamburg veröffentlichte „Arbeitszeitmonitor 2015“ der Vergütungsplattform Gehalt.de. Nur etwas mehr als die Hälfte dieser Gruppe, nämlich 56 Prozent, bekommt demnach Geld oder Freizeit für die Überstunden.

Arbeit über die vereinbarte vertragliche Arbeitszeit hinaus ist der Studie zufolge für die meisten Arbeitnehmer normal. Insgesamt leisten demnach 62,9 Prozent aller Beschäftigten Mehrarbeit. Gute 40 Prozent kommen auf bis zu fünf zusätzliche Stunden pro Woche, fünf bis zehn Stunden mehr arbeiten knapp 16 Prozent der Beschäftigten, elf bis 15 Stunden fast vier Prozent.

Am längsten arbeiten laut der auf einer Auswertung von Datensätzen des Portals beruhenden Studie Beschäftigte in der Unternehmensberatung mit im Schnitt sechs Überstunden pro Woche. Es folgen demnach das Hotel- und Gaststättengewerbe mit 5,5 Stunden und das Segment für Konsum- und Gebrauchsgüter mit 5,2 Stunden. Der branchenübergreifende Durchschnitt der Mehrarbeit liege bei 3,8 Stunden.

Je älter Beschäftige sind, desto mehr Überstunden müssen sie machen, ermittelte das Portal weiter. Während unter 20-Jährige nicht länger als 2,4 Stunden zusätzlich arbeiten, seien es bei den 50- bis 60-Jährigen im Schnitt oft vier bis fünf Stunden. Dies erkläre sich mit den höheren Hierarchieebenen, die die Älteren besetzen.

Tipps gegen Stress

Rituale schaffen

Versuchen Sie, ein Ritual zu finden, das den Job klar von Ihrem Feierabend und vor allem dem Wochenende abgegrenzt.

Über Stress reden

Wann immer Sie wieder gestresst sind: Geteilter Stress ist halber Stress. Also reden Sie darüber.

Aufgaben ablehnen

Sagen Sie öfter Nein.

Erfolge registrieren

Nehmen Sie Ihre Erfolge wahr, nicht nur das, was schief gegangen ist.

Zufrieden sein

Lernen Sie, mit dem, was Sie erreichen, zufrieden zu sein, auch wenn es von außen keine Anerkennung gibt. Loben Sie sich also auch einfach mal selbst, und erkennen Sie Ihre Leistungen an.

Quelle

Christiane Stenger, „Lassen Sie Ihr Hirn nicht unbeaufsichtigt! – Gebrauchsanweisung für Ihren Kopf“, 252 Seiten, EAN 9783593500126, ISBN 978-3-593-50012-6

Von

afp

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