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30.01.2015

10:51 Uhr

Arkadi Rotenberg

Zuschlag für Krim-Brücke geht an Putins Judo-Partner

Die Firma Strojgasmontash hat den Zuschlag für den Bau einer Brücke zwischen der Krim und dem russischen Festland erhalten. Das Bauunternehmen gehört einem alten Judo-Partner von Präsident Wladimir Putin.

Den Zuschlag für den Bau der Krim-Brücke erhält die Firma SGM, die einem alten Judo-Partner Putins gehört. Der versichert, das habe nichts miteinander zu tun. dpa

Brückenbau auf der Krim

Den Zuschlag für den Bau der Krim-Brücke erhält die Firma SGM, die einem alten Judo-Partner Putins gehört. Der versichert, das habe nichts miteinander zu tun.

MoskauDie geplante Brücke zwischen dem russischen Festland und der annektierten ukrainischen Halbinsel Krim soll von einem mit Präsident Wladimir Putin befreundeten Unternehmer gebaut werden. Die Firma Strojgasmontash (SGM) solle das Bauwerk bis Dezember 2018 fertigstellen, erklärte die Regierung in Moskau am Freitag.

Besitzer von SGM ist der 63-jährige Arkadi Rotenberg, ein Judo-Partner Putins aus Kindertagen. Er zählt zugleich zu den ersten russischen Geschäftsleuten, die die EU in der Ukraine-Krise auf ihre Sanktionsliste setzte und mit Einreiseverboten und Kontensperren belegte.

SGM wurde 2008 aus mehreren Geschäftsteilen gegründet, die der staatliche Gaskonzern Gazprom zum Verkauf stellte. Seither ist der Umsatz des Unternehmens stark gestiegen. SGM erhielt unter anderem Regierungsaufträge und verlegte Rohre für Gazprom und andere Konzerne.

Das sind Europas größte Baukonzerne

Platz 9

NCC AB – 8,42 Milliarden Euro Umsatz

Das schwedische Unternehmen mit seinen knapp 18.000 Mitarbeitern wurde erst 1988 gegründet. Heute besteht es aus vier großen Geschäftsbereichen, unter anderem „NCC Housing“ und „NCC Roads“.

Platz 8

Ferrovial (Spanien) – 9,7 Milliarden Euro Umsatz

Das Unternehmen aus Madrid baut und betreibt auch Autobahnen und Flughäfen. Der Konzern errichtete unter anderem das Guggenheim-Museum in Bilbao.

Platz 7

Balfour Beatty (Großbritannien) - 11,63 Milliarden Euro Umsatz

Bereits seit 1909 sind die traditionsreichen Briten im Baugeschäft tätig und gehören zu den Platzhirschen in Europa. Die Londoner beschäftigen europaweit rund 30.000 Mitarbeiter.

Platz 6

Strabag (Österreich) – 13,12 Milliarden Euro Umsatz

Aus Wien in die Welt: Die Österreicher haben vor allem in Osteuropa expandiert. Seit 2014 konnte der Konzern den zuvor stark abgerutschten Umsatz stabilisieren und zuletzt wieder leicht steigern.

Platz 5

Eiffage (Frankreich) – 14,06 Milliarden Euro Umsatz

Neben einigen TGV-Trassen gehört auch die Erweiterung des EU-Parlaments zu den großen Projekten des Konzerns. In Deutschland sind rund 3.000 Eiffage-Mitarbeiter beschäftigt.

Platz 4

Skanska (Schweden) - 16,36 Milliarden Euro Umsatz

Kaum eine Straße, ein Kraftwerk oder Bürogebäude in Schweden ist ohne Beteiligung des skandinavischen Bauriesen entstanden. Auch international sind die Schweden aus Solna mittlerweile breit aufgestellt.

Platz 3

Bouygues (Frankreich) - 32,43 Milliarden Euro Umsatz

Neben Immobilien und dem Straßenbau ist der Pariser Konzern Großaktionär des französischen Fernsehsenders TF1. 2015 musste das Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr leichte Umsatzeinbußen hinnehmen.

Platz 2

ACS (Spanien) - 34,93 Milliarden Euro Umsatz

Die Spanier haben in den vergangenen Jahren ein rasantes Wachstum hingelegt. Allein in den vergangenen drei Jahren stieg der Umsatz um rund zehn Milliarden Euro und ACS klettert das Treppchen weiter hoch. Zum Konzern gehört auch das deutsche Unternehmen Hochtief.

Platz 1

Vinci (Frankreich) – 38,52 Milliarden Euro Umsatz

Der größte Baukonzern Europas ist auch der größte Baukonzern der Welt und in der Kleinstadt Rueil-Malmaison nahe Paris beheimatet. Dem Konzern gehört unter anderem die Hälfte aller französischen Autobahnen. 2015 verzeichnete das Unternehmen ein Umsatzminus von knapp 0,5 Prozent.

Quelle: Deloitte

Rotenberg hält einen Anteil von 51 Prozent an dem Unternehmen. Sein geschäftlicher Erfolg hat nach den Worten Rotenbergs jedoch nichts mit seinen Beziehungen zu Putin zu tun.

Von

rtr

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

30.01.2015, 11:34 Uhr

Zuschlag für Krim-Brücke geht an Bauunternehmen SGM

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Jetzt bleibt nur die Rätsel-Frage übrig :

" Wird das Projekt je starten oder ist es nur Täuschung-Propaganda ? "




Account gelöscht!

03.02.2015, 10:13 Uhr

DIE BRÜCKE ZWISCHEN RUSSLAND UND DER KRIM
Erstaunlich ist es dass Russland an Putin seinen Judo-freund den Zuschlag für den Bau der Brücke zwischen Russland und der Krim vergibt, den es ist dann wenn die Brücke doch nicht gebaut werden sollte leichter abzurechnen wenn es heißt Abstandszahlungen vom Projekt zu bezahlen und die eventuell vor geleistete Arbeiten lassen sich in andere ähnliche Projekte einbringen ?
Weiter ist es auffällig wie man eine nur 5 Kilometer Brücke bauen will ohne Zukunftsperspektiven für die Krim für 2050.
In Japan gäbe es genug talentierte Architekten die dafür einen Tunnel zwischen Russland und der Krim bauen könnte für den PKW und LKW Transfer und wobei man daraus in verschiedene Abstände die Pfeiler für eine Brücke erstellen könnte für zwar eine Brücke die aber eine zweispurige Eisenbahn-Linie dienen würde.
Beim Bau des Tunnels könnte auch rechts und Links vom Tunnel gleich jeweils zwei verschiedene Pipelines entstehen die für Gas und Erdöl dienlich wären.
Auf diese weise würde Russland zeigen wie Visionär isch man für die Jahre 2050 voraus planen und investieren würde als auch der Krim für die Zukunft noch nie dargebotenes bieten .
Damit hätte Russland sich einen Monument geschaffen dass nicht nur Überlegenheit zeige sondern auch Kosten nur einmalige verursachen würde.
Daher bleibt die Frage offen ob die bisherige geplante Brücke nur einen Vor Täuschungsmanöver ist.


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