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13.02.2013

11:53 Uhr

Audi-City

Bummeln in der digitalen Auto-Boutique

VonMarkus Fasse

Die digitale Welt hält auch im klassischen Autohaus Einzug. An die Stelle dieser sollen bei Audi in den Metropolen nun Showrooms locken. Und zwar nicht im Industriegebiet, sondern mitten im Shopping-Getümmel.

Der Showroom von Audi in London: Bis zum Jahr 2015 will Audi 20 neue City-Erlebniscenter eröffnen. PR

Der Showroom von Audi in London: Bis zum Jahr 2015 will Audi 20 neue City-Erlebniscenter eröffnen.

In London kauft man seit kurzem einen Audi auf ungewöhnliche Weise: als Höhepunkt eines Shopping-Abenteuers auf der Piccadilly Street. Zwischen Prada und Armani findet sich der solvente Brite in einer futuristischen Erlebniswelt der Automarke wieder. Audi-City nennt die VW-Tochter ihren Showroom, in dem mehr digitale "Powerwalls" und "Multitouchtables" als Autos stehen. Für Audi ist das die Zukunft: "Der klassische Autohandel erreicht heute nicht mehr alle Kunden", sagt Sven Schuwirth, Leiter für Marken und Vertriebsentwicklung bei Audi. Die Antwort ist die digitale Auto-Boutique.

Die größten Autohersteller in Europa

Platz 10

Nissan - 239.000 Neuzulassungen im 1. Halbjahr 2012

Im Vergleich zum Vorjahr büßen die Japaner Marktanteile ein. Die Zahl der Neuzulassungen schrumpfte um drei Prozent.

Platz 9

Toyota - 295.000 Neuzulassungen im 1. Halbjahr 2012

Weltweit gehören die Japaner zu den größten Autokonzernen. In Europa stagnieren die Absätze allerdings. Im Vergleich zum Vorjahr wurden ein Prozent weniger Neuwagen verkauft.

Platz 8

Daimler - 349.000 Neuzulassungen im 1. Halbjahr 2012

Der deutsche Premiumhersteller kann sich freuen: Als einziger Hersteller in der europäischen Top Ten verkauften die Stuttgarter mehr Autos als im Vorjahr. Die Verkäufe legten um ein Prozent zu.

Platz 7

BMW - 421.000 Neuzulassungen im 1. Halbjahr 2012

Trotzdem kann BMW die Premiumkrone auch in Europa behaupten. Die Münchner verkauften zwar ein Prozent weniger Neuwagen als im Vorjahr - doch das ist immer noch besser als die Konkurrenz.

Platz 6

Fiat - 456.000 Neuzulassungen im 1. Halbjahr 2012

Die Sorgenfalten von Fiat-Chef Sergio Marchionne dürften zunehmen. Mit einem Minus von 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahr befinden sich die Italiener in einer der tiefsten Absatzkrisen der Unternehmensgeschichte.

Platz 5

Ford - 533.000 Neuzulassungen im 1. Halbjahr 2012

Auch für den US-Autobauer, dessen größtes Werk in Europa nördlich von Köln liegt, sind die Verkäufe in Europa eingebrochen. 11 Prozent weniger Fahrzeuge wurden an den Mann gebracht.

Platz 4

General Motors - 573.000 Neuzulassungen im 1. Halbjahr 2012

Die Zahlen sind besorgniserregend. So besorgniserregend, dass zuletzt auch Opel-Chef Karl-Friedrich Stracke gehen muss. In Europa brachen die Verkäufe des US-Riesen im Vergleich zum Vorjahr um 11 Prozent ein.

Platz 3

Renault - 583.000 Neuzulassungen im 1. Halbjahr 2012

Noch schlimmer trifft es den französischen Autoriesen Renault. Satte 17 Prozent weniger Autos konnten die Franzosen im ersten Halbjahr absetzen. Die Regierung denkt bereits über Staatshilfen für die angeschlagene heimische Autoindustrie nach.

Platz 2

Peugeot/Citroën - 827.000 Neuzulassungen im 1. Halbjahr 2012

Auch der größte französische Autobauer klagt über Absatzprobleme und kündigte zuletzt an, 8000 Stellen streichen zu wollen. Im ersten Halbjahr schrumpften die Verkäufe um 14 Prozent.

Platz 1

Volkswagen - 1,66 Millionen Neuzulassungen im 1. Halbjahr 2012

Es ist einsam an der Spitze: Die Wolfsburger deklassieren die Konkurrenz um längen. Im schwierigen europäischen Massenmarkt verliert Volkswagen zwar ein Prozent - doch insgesamt nehmen die Marktanteile zu.

20 Audi-City-Erlebniscenter will der Konzern bis 2015 aufbauen. Nach London und Dubai folgen in diesem Jahr Peking und Berlin. Die Marke mit den vier Ringen steht wie der Rest der Branche vor einem Problem: Einerseits wird die Modellpalette immer größer und braucht damit größere Ausstellungsflächen. Andererseits finden in den Metropolen immer weniger Kunden den Weg ins klassische Autohaus am Stadtrand.

In London versucht es Audi jetzt so: Die potenziellen Kunden stolpern eher zufällig beim Bummeln in den Shop und werden nicht von einem Verkäufer, sondern von einem Berater abgefangen. Wie beim Vorbild Apple führt der in Marke und Produkte ein.

Um den Druck aus dem Erstkontakt zu nehmen, erhält der Berater ein Fixgehalt und keine Verkaufsprovisionen. Der Kunde kann auf Flachbildschirmen in der Modellpalette surfen und ein individuelles Wunschauto auf dem Tablet-Computer zusammenstellen.

Der Geländewagen Q3 beispielsweise mit seinen mehr als drei Millionen Ausstattungsvarianten lässt sich in Lebensgröße interaktiv an die Wand werfen oder über Youtube und Facebook verschicken. Das zieht: Durchschnittlich eine Stunde weilen die Besucher in dem multimedialen Wunderland, hat Audi gemessen. Beißt der Kunde an, wird er eine Etage tiefer zu einem echten Verkäufer gelotst, der dann zum Beispiel eine Probefahrt anbietet.

Kommentare (1)

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13.02.2013, 13:21 Uhr

das ist ein alter Hut, das macht BMW schon seit mehreren Jahren, as Audi da (wieder mal) kopiert

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