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10.05.2013

11:50 Uhr

Aufruhr bei Turkish Airlines

Stewardessen dürfen weiter Lippenstift benutzen

Das Verbot von rotem Lippenstift und Nagellack sei nicht mit der Führung von Turkish Airlines abgesprochen gewesen, heißt es nun. Die Anordnung hatte zuvor Kritik an einer angeblichen Islamisierung ausgelöst.

Farbe für die Lippen: Turkish Airlines stoppt das Lippenstift-Verbot für Stewardessen.

Farbe für die Lippen: Turkish Airlines stoppt das Lippenstift-Verbot für Stewardessen.

IstanbulStewardessen der türkischen Fluggesellschaft Turkish Airlines (THY) dürfen bei der Arbeit auch weiterhin roten Lippenstift und Nagellack auftragen. Unternehmenschef Temel Kotil sagte nach Presseberichten vom Freitag, ein entsprechendes Verbot sei von der unteren Management-Ebene ohne Absprache mit der Führung von THY erlassen worden. Es sei null und nichtig. Das Verbot war vor wenigen Tagen bekannt geworden und hatte Vorwürfe ausgelöst, die halbstaatliche THY wolle islamische Wertvorstellungen durchsetzen.

Kritiker werfen THY seit langem vor, einer Islamisierung Vorschub zu leisten. So strich die Fluggesellschaft kürzlich alkoholische Getränke bei einigen Flügen und begründete dies mit mangelnder Nachfrage. Entwürfe für eine neue Dienstkleidung des THY-Kabinenpersonals wurden ebenfalls als islamisch-konservativ kritisiert.

Turkish Airlines, Mitglied der Star Alliance von Lufthansa und anderen Airlines, gehört zu den am schnellsten wachsenden Fluggesellschaften der Welt und strebt eine Schlüsselposition im internationalen Reiseverkehr zwischen Europa, Asien und Afrika an. Kürzlich hatte das Unternehmen einen Sponsor-Vertrag mit Borussia Dortmund unterzeichnet.

Von

afp

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