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03.05.2011

08:12 Uhr

Aufsichtsrat von Hochtief

Taktieren bis zur letzten Minute

VonAxel Höpner, Georg Weishaupt

Standfest bis zur letzten Minute: Die Aufsichtsräte des Essener Baukonzerns suchen den Kompromiss mit dem spanischen Großaktionär ACS.

Heinrich von Pierer will wieder in den Aufsichtsrat von Hochtief. Quelle: Reuters

Heinrich von Pierer will wieder in den Aufsichtsrat von Hochtief.

München, DüsseldorfAuf den ersten Blick sieht es aus wie ein aussichtsloser Kampf. „Wer lässt sich aufstellen, um sich dann öffentlich köpfen zu lassen?“ fragt ein Kenner von Hochtief. Doch es gibt vier Herren mit langer Berufs- und Aufsichtsratserfahrung, die davor anscheinend nicht zurückschrecken: BDI-Präsident Hans-Peter Keitel, Ex-Siemens-Chef Heinrich von Pierer, der ehemalige Co-Chef des Energiekonzerns Eon, Wilhelm Simson, und Ex-Allianz-Manager Detlev Bremkamp.

Alle vier wollen sich auf der Hauptversammlung nächste Woche wieder in den Aufsichtsrat von Hochtief wählen lassen. Die Chancen dafür stehen auf den ersten Blick schlecht – der spanische Großaktionär ACS verfolgt ganz andere Interessen. Doch womöglich wollen Keitel & Co mit ihrer Kandidatur den Weg für einen Kompromiss in letzter Minute bereiten, erfuhr das Handelsblatt aus Unternehmenskreisen.

So viel steht zumindest fest: Die Spanier wollen künftig mindestens vier statt zwei Repräsentanten in den achtköpfigen Aufsichtsrat schicken. ACS reklamiert die Sitze für sich, weil das Unternehmen seinen Anteil an Hochtief mit einem Übernahmeangebot von knapp 30 auf inzwischen 43 Prozent erhöht hat. Auf der Hauptversammlung dürfte es die Mehrheit der Stimmen haben und könnte so seine Kandidaten durchdrücken. Mit dem Dominanzstreben ignoriere ACS aber die Ansprüche der Minderheitsaktionäre, kritisiert ein Aufsichtsrat.

Kommentare (1)

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Trosia

08.05.2011, 22:53 Uhr

Ist diese "tolle" Besetzung denn ausgerechnet im Interesse der Minderheitsaktionäre?
Wir erkenne dass in den deutschen DAX-Unternehmen Aufsichtsräte ausschliesslich aufgrund ihrer Qualifkation besetzt werden. Ja? Oder?
Diversity ist hier wie üblich nur ein schönes Bluff-Wort.

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