Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

16.03.2004

07:23 Uhr

August Oetker wird am Mittwoch 60 Jahre alt

Fern des Rampenlichts

VonIngo Reich

Großen Rummel um seine Person mag August Oetker überhaupt nicht. Der Bielefelder Konzernlenker pflegte schon immer eine vornehme Zurückhaltung im Umgang mit der Öffentlichkeit.

DÜSSELDORF. Seinen 60. Geburtstag am Mittwoch wird Oetker deshalb als „ganz normalen Bürotag“ begehen. Sollte die Zahl der Gratulanten das übliche Maß gar übersteigen, will sich der Firmenpatriarch in sein Privathaus zurückziehen, um dort ungestört weiterarbeiten zu können.

Jetzt sollte man aber nicht denken, dass die Bielefelder Puddingmarke von einem weltfremden Eigenbrötler gemanagt wird. Ganz im Gegenteil, August Oetker, Urenkel des Firmengründers und seit 1981 persönlich haftender Gesellschafter der Dr. August Oetker KG, hat Charme, ist weltgewandt und gilt trotz aller konservativen Attitüde als innovationsfreudig.

Doch die öffentliche Zurückhaltung, die für die eigene Person gilt, ist auch prägend für den gesamten Konzern: ein Konglomerat aus der bekannten Lebensmittelmarke, Sektkellereien, Brauereien, Reedereien und Luxushotels, das mit etwa 19 000 Mitarbeitern mehr als fünf Milliarden Euro Umsatz pro Jahr erwirtschaftet. Von den Erträgen hört man aber auf den Bilanzpressekonferenzen in Bielefeld allenfalls, dass sie „vernünftig“ ausgefallen seien.

Etwas mehr öffentliches Engagement wünscht sich von dem Geburtstagskind – das ist ungewöhnlich – auch die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG). „August Oetker sollte sich über sein Unternehmen hinaus ruhig mehr für die Branche einsetzen“, regt Gewerkschaftschef Franz-Josef Möllenberg an.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×