Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

02.03.2013

16:44 Uhr

Ausländische Bieter

Service-Geschäft könnte Hochtief 170 Millionen Euro bringen

Ausländische Interessenten treiben den Preis für das zum Verkauf stehende Service-Geschäft von Hochtief in die Höhe. Laut eines Medienberichts würden die Bieter gar einen „strategischen Aufpreis“ zahlen.

Hochtief will sein Service-Geschäfts verkaufen – und hat dafür auch schon Interessenten gefunden. dpa

Hochtief will sein Service-Geschäfts verkaufen – und hat dafür auch schon Interessenten gefunden.

FrankfurtDer Verkauf seines Service-Geschäftes könnte dem Baukonzern Hochtief einem Magazinbericht zufolge bis zu 170 Millionen Euro einbringen. Ausländische Bieter seien bereit, einen „strategischen Aufpreis“ zu zahlen, zitierte das Magazin „Wirtschaftswoche“ einen Hochtief-Manager in einem Vorabbericht vom Samstag. Sie trieben den Preis hoch, hieß es weiter.

Interessiert sind dem Bericht zufolge offenbar der finnische Baukonzern YIT, die dänische ISS-Gruppe, aus Frankreich der Baukonzern Vinci sowie der Dienstleister Cofely, die österreichische Strabag. Als potenzielle inländische Käufer nennt das Magazin den Mannheimer Bau- und Dienstleistungskonzern Bilfinger sowie die Familienunternehmen Dussmann, Klüh oder Piepenbrock. Aus dem Umfeld von Hochtief war für den Verkauf des Service-Geschäfts bereits mit zahlreichen Interessenten gerechnet worden.

Den Magazinbericht wollte der Essener Konzern nicht kommentieren. Vinci, YIT, die Cofely-Mutter GdF Suez und Strabag waren für einen Kommentar zunächst nicht zu erreichen. Ein Sprecher von Bilfinger sagte, der Konzern verfolge seit Jahren eine Strategie, um durch Akquisitionen zu wachsen. „Alles weitere sind Spekulationen“, ergänzte er.

Am Donnerstag hatte Hochtief-Chef Marcelino Fernandez Verdes bei der Vorlage der Jahresbilanz 2012 angekündigt, das Unternehmen komplett umzukrempeln. Der Konzern solle sich wieder auf seine Wurzeln besinnen: den klassischen Baubereich. So soll das Unternehmen profitabler werden. Dazu will sich Hochtief von der Hälfte seines Europa-Geschäftes trennen. Außerdem wolle Hochtief auch weiterhin sein Flughafengeschäft veräußern, hatte der vom spanischen Großaktionär ACS entsandte Manager gesagt.

Verdes hatte zudem den Verkauf des Bereiches Service Solutions angekündigt, der die Bewirtschaftung von Gebäuden übernimmt. Von einem Verkauf dieses Geschäftes wären rund 5700 Mitarbeiter betroffen. Hochtief beschäftigt weltweit rund 80.000 Menschen.

Von

rtr

Kommentare (4)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

MMobius

02.03.2013, 17:14 Uhr

Jedes andere Land der EU - vermutlich sogar der Welt - hätte sich gesträubt, einen inländischen Champion durch eine feindselige Übernahme filetieren zu lassen. EON hatte es mal mit Endesa in Spanien probiert, Siemens in Frankreich (glaub es war Alstom)...wies ausgegangen ist, weiß man ja. Schade, dass die deutsche Regierung so wenig wirtschaftlichen Verstand hat und sich permanent die Butter vom Brot nehmen lässt...

zephyroz

02.03.2013, 17:24 Uhr

genau so

OttoKajetan

02.03.2013, 18:18 Uhr

seit wann ist Hochtief ein inländischer Champion? das soll wohl ein Witz sein, hahaha ...

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×