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12.01.2007

15:55 Uhr

Auto

Interimschef Stadler bleibt Audi-Chef

Audi-Interimschef Rupert Stadler bleibt auf Dauer Vorstandsvorsitzender der VW-Tochter. Der Aufsichtsrat habe Stadler bei einer außerordentlichen Sitzung in seiner Funktion bestätigt, teilte die Audi AG in Ingolstadt mit.

Rupert Stadler dpa

Rupert Stadler führt Audi auch in Zukunft.

dpa MüNCHEN. Audi-Interimschef Rupert Stadler bleibt auf Dauer Vorstandsvorsitzender der VW-Tochter. Der Aufsichtsrat habe Stadler bei einer außerordentlichen Sitzung in seiner Funktion bestätigt, teilte die Audi AG in Ingolstadt mit.

Damit entfalle der kommissarische Status Stadlers, der in Personalunion weiter den Geschäftsbereich Finanz und Organisation führe. Auch die Ressorts Technische Entwicklung und Produktion besetzte der Aufsichtsrat neu. Die personelle Neuordnung an der Audi-Spitze war durch den Wechsel des früheren Vorstandsvorsitzenden Martin Winterkorn ins Rollen gekommen, der Bernd Pischetsrieder als VW-Chef abgelöst hat. „Wir haben mit diesen Entscheidungen im Rahmen der Neustrukturierung des Volkswagen-Konzerns schnell und konsequent die personellen Weichen für die Zukunft von Audi gestellt“, erklärte Winterkorn im Anschluss an die Aufsichtsratssitzung. Winterkorn hatte sich nach dem Wechsel an die VW-Spitze mehrere Vertraute nach Wolfsburg geholt, diese Posten mussten nun ebenfalls neu besetzt werden.

Zum neuen Entwicklungs-Vorstand berief das Kontrollgremium mit sofortiger Wirkung Michael Dick. Der 55-Jährige hatte seine berufliche Laufbahn 1977 bei Audi begonnen und war in verschiedenen leitenden Funktionen im Volkswagen-Konzern tätig. Zuletzt war Dick bei Audi Leiter Entwicklung Gesamtfahrzeug, Fahrwerk, Vorseriencenter und Projektsteuerung. Als neuer Produktionsvorstand soll zudem Frank Dreves (54) am 1. Februar die Nachfolge von Jochem Heizmann antreten, der das Produktions-Ressort bei Volkswagen übernimmt. Dreves war in seiner Laufbahn auch in leitenden Funktionen im VW-Konzern tätig. „Mit diesen Personalentscheidungen werden wir den eingeschlagenen Kurs auf dem Weg zur erfolgreichsten Premiummarke konsequent fortsetzen“, erklärte Stadler.

Der neue Audi-Chef hatte bereits deutlich gemacht, dass er am Kurs seines Vorgängers Winterkorn festhalten will. Für einen Richtungswechsel bei der VW-Tochter gebe es keinen Grund, sagte Stadler kürzlich auf der Automesse in Detroit. Für das vergangene Jahr konnte er dabei nicht nur einen Rekordabsatz von 905 100 verkauften Autos vermelden, sondern hatte auch neue Bestwerte bei Umsatz und Ergebnis für 2006 in Aussicht gestellt.

Audi-Gesamtbetriebsratschef Peter Mosch, der dem Aufsichtsratspräsidium angehört, begrüßte die Personalentscheidungen: „Belegschaft und Betriebsräte halten Rupert Stadler für den richtigen Mann an der Spitze von Audi. Wir hatten schon im Dezember gesagt, dass Herr Stadler für uns keine kurzfristige Übergangslösung ist, sondern die Marke langfristig stärken werde“, erklärte Mosch. Ebenso positiv stünden die Beschäftigten Michael Dick und Frank Dreves gegenüber. „Alle drei kennen das Unternehmen und stehen für Kontinuität beim Erreichen der Unternehmensziele. Wir freuen uns auf die gute Zusammenarbeit.“

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