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26.01.2007

11:42 Uhr

Autobranche

Ein Porsche steigt zum Porsche-Aufsichtsratschef auf

Der 63 Jahre alte Wolfgang Porsche zum neuen Aufsichtsratsvorsitzenden des Stuttgarter Sportwagenbauers gewählt worden. Der Enkel von Firmengründer Ferdinand Porsche übernimmt den Posten vom früheren Henkel-Chef Helmut Sihler, der altersbedingt aufhört.

Der neue Porsche-Aufsichtsratschef Wolfgang Porsche (links) mit Vorstandschef Wendelin Wiedeking. Foto: dpa dpa

Der neue Porsche-Aufsichtsratschef Wolfgang Porsche (links) mit Vorstandschef Wendelin Wiedeking. Foto: dpa

HB STUTTGART. Dies teilte Porsche am Freitag auf der Hauptversammlung mit. Der 73 Jahre alte Sihler stand 14 Jahre lang an der Spitze des Kontrollgremiums. Wolfgang Porsche gehört dem Aufsichtsrat seit 1978 an. Der Diplomkaufmann ist Stammaktionär bei dem Autobauer und seit 1988 Geschäftsführender Gesellschafter der Porsche Holding mit Sitz im österreichischen Salzburg.

Ferdinand Porsche hatte das Unternehmen 1931 als Konstruktionsbüro gegründet und in den folgenden Jahren unter anderem den legendären „Käfer“ entwickelt, der nach dem Zweiten Weltkrieg seinen Siegeszug um die Welt antrat und zum meistverkauften Fahrzeug der Welt avancierte. Ferdinands Sohn Ferry übernahm die Leitung der Firma 1947 und formte daraus einen Sportwagenbauer von Weltruf. Nachdem er den Vorstandsvorsitz 1972 abgegeben hatte, fungierte Ferry Porsche als Aufsichtsratschef.

Neben Ferrys Sohn Wolfgang sitzt aktuell auch sein Sohn Ferdinand Alexander im Aufsichtsrat. Er bekleidet den Posten des Ehrenvorsitzenden ohne Stimmrecht. Ordentliches Mitglied wiederum ist der Sohn von Ferdinand Alexander Porsche, Ferdinand Oliver.

Bei Porsche haben zwei Familien das Sagen: Sämtliche Stammaktien besitzen die Porsches und die Piëchs - und nur diese Wertpapiere sind stimmberechtigt. Die bei der Hauptversammlung auftretenden Kleinaktionäre haben keine Stimme. Sie besitzen lediglich stimmrechtslose Vorzugsaktien, die sich dadurch auszeichnen, dass an ihre Inhaber eine etwas höhere Dividende ausgeschüttet wird. Für das abgelaufene Geschäftsjahr 2005/06 (31. Juli) beträgt die Dividende pro Vorzugsaktie 6,00 Euro, während die Stammaktionäre nur 5,94 Euro erhalten.

Auch die Familien Piech und Porsche halten laut Geschäftsbericht Vorzugsaktien. Milliarden erlöst der in Österreich residierende Porsche/Piëch-Clan zudem mit der Porsche Holding (Salzburg) als einem inzwischen europaweit agierenden Autohändler, der hauptsächlich Autos des Volkswagenkonzerns verkauft.

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