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18.05.2015

13:36 Uhr

Autovermieter

Sixt wächst dank guter Geschäfte im Ausland

Der Autovermieter Sixt hat im ersten Quartal Umsatz und Gewinn kräftig gesteigert. Besonders das Geschäft im Ausland trug dazu bei. Für den Rest des Jahres rechnet der Konzern aber mit stagnierenden Gewinnen.

Der Autovermieter konnte im ersten Quartal Umsatz und Gewinn steigern. dpa

Sixt-Filiale in München

Der Autovermieter konnte im ersten Quartal Umsatz und Gewinn steigern.

MünchenTrotz guter Geschäfte zu Jahresbeginn bleibt der Autovermieter Sixt für 2015 vorsichtig. Der Gewinn vor Steuern werde stagnieren oder leicht steigen, bekräftigte Vorstandschef Erich Sixt am Montag und verwies auf steigende Kosten für die Flotte, den teuren Ausbau des Geschäfts im weltgrößten Vermietmarkt USA und kostspielige Werbekampagnen in Europa. Diese Ausgaben bremsten schon im Startquartal das Ergebniswachstum. Im weiteren Jahresverlauf rechnete Sixt insgesamt „mit einem kleinen zweistelligen Millionenbetrag an Mehrbelastungen“. Der operative Konzernumsatz – ohne den Verkauf gebrauchter Leasingfahrzeuge – soll 2015 leicht zulegen.

Von Januar bis Ende März kletterte der operative Umsatz um knapp 15 Prozent auf 404,2 Millionen Euro. Beide Segmente, die Autovermietung und das in der vergangenen Woche an die Börse gebrachte Leasinggeschäft, trugen zum Wachstum bei. Zudem erhöhte Sixt nach eigenen Angaben die Preise um zwei bis drei Prozent. Der Konzerngewinn vor Steuern legte insgesamt um 5,5 Prozent auf 28,1 Millionen Euro zu.

Während die Leasing-Tochter das Ergebnis verdoppelte, schrumpfte der Gewinn in der Kernsparte Autovermietung. Hier schlugen Investitionen in das gemeinsam mit BMW betriebene Carsharing-Unternehmen DriveNow und in den Ausbau des Geschäfts in Frankreich zu Buche. Im Nachbarland, für die Bayern der drittwichtigste Markt nach Deutschland und den USA, eröffnet Sixt in Kooperation mit der Bahngesellschaft SNCF neue Stationen an 14 Bahnhöfen.

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In den USA baut der Autovermieter ebenfalls sein Geschäft aus, was viel Geld verschlingt. Weil Sixt auf dem größten Vermietmarkt der Welt viel Potenzial sieht und sich bis zu 1000 Stationen seiner Marke vorstellen kann, wären für den Vorstandschef auch Zukäufe denkbar. Vor allem mittelgroße Autovermieter kämen in Frage, sagte Sixt. Geld für Zukäufe wäre vorhanden, wie Finanzchef Julian zu Putlitz ausführe, auch weil durch den Börsengang der Leasingsparte das Eigenkapital steige. „Ich lasse mich nicht zu Übernahmen verleiten, weil wir das Geld dazu haben“, betonte Sixt. Derzeit sei aber ohnehin nichts Passendes auf dem Markt. „Im Moment sind wir mit keinem in irgendwelchen konkreten Verhandlungen.“

Mit Blick auf die Bahnstreiks sagte Sixt, bei der vergangenen Runde hätte sein Unternehmen „ein paar Tausend Autos mehr“ vermieten können. Am ersten Streiktag sei der Umsatz so hoch wie nie gewesen. Einen spürbaren Ergebnisbeitrag gebe es aber nicht, dazu sei eine Woche Streik zu kurz. Sixt hat im In- und Ausland gut 82.000 Mietautos auf der Straße, gemeinsam mit den Leasingfahrzeugen umfasst die Flotte knapp 150.000 Wagen.

Von

rtr

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