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28.10.2014

18:35 Uhr

Avis, Sixt, Hertz und mehr

Autovermieter wollen Ausländer nicht mehr benachteiligen

Wer aus dem Ausland einen Mietwagen buchte, hatte bisher das Nachsehen und bekam einen schlechteren Preis. Es hagelte Beschwerden. Sechs große Mitwagenfirmen zogen nun Konsequenzen.

Mehrere große Autovermieter wie Europcar haben sich laut EU-Kommission dazu verpflichtet, Preise künftig nicht mehr nach dem Herkunftsland von Mietern festzulegen. dpa

Mehrere große Autovermieter wie Europcar haben sich laut EU-Kommission dazu verpflichtet, Preise künftig nicht mehr nach dem Herkunftsland von Mietern festzulegen.

BrüsselWer in der EU über das Internet ein Auto außerhalb seines Heimatlandes mietet, bekommt oft einen deutlich schlechteren Preis als Inländer. Mehrere große Mietwagenfirmen haben sich laut EU-Kommission nun verpflichtet, Kunden grundsätzlich nicht mehr nach ihrem Herkunftsland zu unterscheiden.

Die Anbieter würden „Hindernisse für Kunden beseitigen, die den besten Preis suchen“, sagte ein Kommissionssprecher am Dienstag in Brüssel. Verbraucher sollen demnach unter anderem nicht mehr daran gehindert werden, „ihre Buchung im Internet auf einer beliebigen nationalen Website innerhalb der EU zu tätigen“.

Die EU-Kommission hatte im Sommer die Anbieter Avis, Enterprise, Europcar, Goldcar, Hertz und Sixt angeschrieben, nachdem sich Beschwerden von Kunden wegen überteuerter Mietwagenbuchungen im Ausland gehäuft hatten. Sie verwies damals unter anderem auf den Fall eines Kunden aus Deutschland, der in Großbritannien ein Auto mieten wollte. Als er dabei auf der Vermieterwebsite sein Herkunftsland eintrug, bekam er plötzlich einen doppelt so hohen Preis angezeigt.

Ein Sixt-Sprecher sagte, der deutsche Autovermieter sei davon nicht betroffen. Die EU habe dem Unternehmen bereits im August sowie in einem gesonderten Schreiben bestätigt, dass die Preisgestaltung bei Fahrzeugmieten in vollem Umfang im Einklang mit den Verbraucherschutzvorschriften der EU stehe. Sixt legt in diesem Zusammenhang Wert auf die Feststellung, dass das Unternehmen stets – also auch schon vor der Untersuchung der EU-Kommission – eine nicht-diskriminierende Preisgestaltung betrieben habe.

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