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14.03.2012

11:47 Uhr

AWD-Gründer

Maschmeyer packt aus - auch über Wulff

VonThomas Schmitt

Er investiert in Fahrräder, berät Freunde, schreibt Bücher und will bald heiraten. Der Verkauf von Fonds und Versicherungen hat ihn reich gemacht - und manchen Kunden ärmer. Doch damit hat der AWD-Gründer abgeschlossen.

Der Rollkragenpullover auf dem Buchcover.

Der Rollkragenpullover auf dem Buchcover.

Düsseldorf„Rückwärts können Sie sich erinnern, leben können Sie nur vorwärts.“ Das ist so einer der Sätze, die Carsten Maschmeyer derzeit gerne verbreitet. Er hat eine Weile gebraucht, bis er mit seinem alten Leben als Versicherungsverkäufer abgeschlossen hat. In einige Fettnäpfchen ist der bekannte Unternehmer dabei getreten, und auch einige Schleifen hat er gezogen. Doch inzwischen weiß er, wie er sich öffentlich aufstellt und neu erfindet – privat wie beruflich. 

Das entspricht ganz einem anderen Motto, das er ebenfalls vor sich herträgt: „Erfolg ist machbar, wenn man nur weiß, wie.“ Diese einfache und zugleich vielversprechende These sei sein Geheimnis. „Meinen heutigen Erfolg verdanke ich meiner Zielstrebigkeit und meinem Vertrauen in die eigenen Stärken, aber auch meinem Umgang mit Fehlern und Misserfolgen.“ 

Was Maschmeyer in seinem Buch schreibt (1)

Das Buch

AWD-Gründer und Milliardär Carsten Maschmeyer ist unter die Buchautoren gegangen. "Selfmade - erfolg reich leben" (Ariston Verlag) ist keine Autobiografie, sondern ein Ratgeber. Die ersten Auszüge hatte die Bild-Zeitung veröffentlicht - hier die wichtigsten Ausschnitte.

Seine Ausbildung

Meine Ausbildung, rückblickend auf den Punkt gebracht, bestand eigentlich nur aus zwei Fächern: Hauptfach Beziehungen, Nebenfach Sachthemen. Persönlich ging bei mir immer vor geschäftlich.

Sein Ratschlag

Die Fähigkeit zur Kommunikation und zur Bildung von Netzwerken ist heute entscheidend für den beruflichen Erfolg und ein spannendes, abwechslungsreiches Leben. In einer von E-Mails und SMS, Chatportalen und virtuellen Communitys beherrschten Zeit wird es immer wichtiger, über viele und tragfähige Kontakte zu verfügen

Seine Freunde

Oftmals sind die mächtigsten und bekanntesten Personen einer Berufsgruppe gar nicht unbedingt intelligenter oder qualifizierter als der Durchschnitt – sie haben einfach mehr Kontakte und bessere Beziehungen, die sie meist seit langer Zeit pflegen und wechselseitig nutzen.

Vitamin B wichtiger als Arbeit

Häufig ist Beziehungsarbeit lohnender als rein fachliche Arbeit. Frei nach der Parole: „Der Kluge kennt alles, der sehr Kluge kennt alle.“ Ich kenne sogar Personen, die einzig wegen ihrer Netzwerke, Kontakte und Beziehungen einen begehrten, gut bezahlten Job bekommen haben.

Interessante Jobs finden

Interessante Jobs findet man heutzutage viel eher durch die Nutzung von Netzwerken als durch Print- oder Internet-Stellenanzeigen. Viele Statistiken belegen, dass die meisten Menschen ihre Jobs durch persönliche Beziehungen finden. Machen Sie sich also nichts vor: 

Über Politiker

Das gilt umso mehr für Politiker: Ihr Erfolg hängt auch von ihrem Netzwerk, von ihren Beziehungen ab. Man wird kaum in den Ortsbeirat gewählt, wenn man keine guten Verbindungen hat. Als Politiker brauchen Sie – gerade in Ihrer Partei – die richtigen Unterstützer, die sich für Sie einsetzen und propagieren, warum die Leute Sie wählen sollen.

Über Gerhard Schröder

Wenn man den Ministerpräsidenten Gerhard Schröder kennengelernt hat und er schließlich Bundeskanzler wird, dann lernt man fast ganz automatisch andere SPD-Politiker wie Stephan Weil, unseren Oberbürgermeister, und sogar Frank-Walter Steinmeier und Sigmar Gabriel kennen.

Er möchte nun aufzeigen, wie andere mit ihm ihr Vermögen vergrößern können – nein, dabei denkt er nicht an Geld, sondern an „Ihr Leistungsvermögen“. Was zählt denn wirklich? Man muss durchhalten, Kontakte pflegen und handeln können. Dann kommt am Ende vielleicht auch das Geld angeflogen. Bei Carsten Maschmeyer jedenfalls hat es bisher fast immer geklappt. 

Carsten Maschmeyer: Zwischen Promis und enttäuschten Kleinanlegern

Carsten Maschmeyer

ArtikelZwischen Promis und enttäuschten Kleinanlegern

Der Gründer des Finanzvertriebs AWD, Carsten Maschmeyer, kennt sie alle - die Großen, Schönen und Mächtigen in diesem Land. Seine Opfer macht das fassungslos. Viele Anleger klagen über den Verlust ihrer gesamten Ersparnisse. Die ARD hat diesen Kontrast aufgezeigt – in einer Reportage, deren Ausstrahlung Maschmeyer vergeblich verhindern wollte.

Anhand seiner eigenen Geschichte und der von vielen prominenten Persönlichkeiten kann nun jeder in seinem Buch „Selfmade“ nachlesen, wie das gehen könnte: „Die besten Strategien, Schritt für Schritt dem Erfolg noch näher zu kommen, sei es beruflich oder privat. Und eines kann ich Ihnen versichern: In jedem steckt ein größeres Erfolgspotential und es ist noch viel mehr möglich!“ 

Dazu passt dieser Maschmeyer: „Bewegen Sie lieber selbst etwas, anstatt nur zuzuschauen, wie sich andere bewegen.“ Bei ihm ist das beruflich die Maschmeyer Group, sein strategisches Dach von Beratungsaktivitäten, Gemeinschaftsunternehmen und Investitionen. Mit im Boot sitzen seine Familie, Partner und Kollegen.

 

Kommentare (50)

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Account gelöscht!

14.03.2012, 12:13 Uhr

Oh Gott, muss man jetzt auch noch im Handelsblatt ueber diesen schmierigen Maschmeyer lesen, reicht es nicht wenn die Bild Zeitung ihn dauerpusht.

Maschi_Wulffi_und_Schroedi

14.03.2012, 12:19 Uhr

Ich bin zwar nicht arm, aber nicht so reich wie Maschmeyer. Und wenn es dazu gehört, menschlicher Abschaum zu werden, damit man erfolgreich ist, dann will ich weder so "erfolgreich" noch so reich, wie Maschmeyer sein. Eine Lobhymne auf Maschmeyer wundert mich im Handelsblatt nicht. Es beleidigt nur die Leser, die wissen, wie Maschmeyer zu seinen Millionen gekommen ist. Ganz egal, wie du an dein Geld kommst in Deutschland. Du musst es nur in Bunte, Bild und Gala schaffen, sowie deine Steuern regelmäßig zahlen. Dann darfst du auch ein Betrüger sein und wirst trotzdem von der Politik und den Medien hofiert.

eksom

14.03.2012, 12:22 Uhr

Zum Thema fällt mir nur noch das nachfolgende Zitat eines eh. verstorbenen FDP-Wirtschaftsministers ein:
"Lebensversicherungen sind der legale Fall von Betrug!"

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