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22.06.2015

10:42 Uhr

Banken-Skandale

Fehlverhalten unter Leistungsdruck wahrscheinlicher

Schwer zu erreichende Performance-Vorgaben verleiten Angestellte von Geldhäusern zu Fehlverhalten: Ist der Leistungsdruck hoch, ist es wahrscheinlicher, dass Banker Risiken eingehen und unethische Entscheidungen treffen.

In der Folge der Finanzkrise von 2008 sowie nach einer Reihe von Skandalen wird die Finanzbranche strenger reguliert. dpa

Demonstration im Frankfurter Bankenviertel

In der Folge der Finanzkrise von 2008 sowie nach einer Reihe von Skandalen wird die Finanzbranche strenger reguliert.

LondonUnethisches Verhalten von Bankangestellten wird einer aktuellen Studie zufolge durch schwer zu erreichende Performance-Vorgaben gefördert.

Demnach neigten leitende Angestellte in der britischen Banken-, Versicherungs- und Vermögensverwaltungsbranche eher zu Fehlverhalten, wenn „negative Konsequenzen oder Strafen für schwache Leistungen hervorgehoben wurden“, heißt es in einem am Montag vorgelegten Bericht von Pricewaterhouse Coopers und der London Business School.

Unter diesen Umständen „neigten sie dazu, mehr Risiken einzugehen und unethische Entscheidungen zu treffen“, sagte Duncan Wardley, Verhaltensforschungsspezialist bei PwC.

In der Folge der Finanzkrise von 2008 sowie nach einer Reihe von Skandalen wird die Finanzbranche strenger reguliert. In England hat die Notenbank in diesem Zusammenhang ein Regelwerk für leitende Angestellte aufgestellt, das unter anderem Haftstrafen für Banker ermöglicht, die durch das Eingehen von Risiken das Scheitern ihres Unternehmens verursachen.

Bei der Erhebung seien im November und Dezember 2431 Manager aus Unternehmen der Finanzbranche befragt worden, teilte PwC mit.

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