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21.01.2009

11:20 Uhr

Banken

Rufe nach Verstaatlichung von RBS und Lloyds werden lauter

In Großbritannien werden die Rufe nach einer raschen Verstaatlichung der angeschlagenen Geldhäuser Royal Bank of Scotland (RBS) und Lloyds Banking Group lauter. Beide Banken sind bereits teilweise im staatlichen Besitz.

RBS und Lloyds: Werden womöglich verstaatlicht. Foto: dpa dpa

RBS und Lloyds: Werden womöglich verstaatlicht. Foto: dpa

HB LONDON: Der Vorsitzende des Finanzausschusses im Unterhaus, John McFall, erklärte in einem am Mittwoch veröffentlichten Beitrag für die „Financial Times“, es gebe beträchtliche Erwartungen, dass zumindest RBS und Lloyds verstaatlicht würden.

„Wenn es passiert, dann so bald wie möglich“, schrieb McFall gemeinsam mit Jon Moulton, dem Chef der Beteiligungsgesellschaft Alchemy Partners. McFall gehört zu den prominentesten Abgeordneten der Labour-Partei von Premierminister Gordon Brown.

Die beiden Banken sind bereits teilweise im staatlichen Besitz. Sowohl die Geldinstitute als auch die Regierung lehnen bisher aber eine vollständige Übernahme ab. Am Montag hatte RBS mit über 20 Milliarden Pfund den größten Jahresverlust eines Unternehmens in der britischen Wirtschaftsgeschichte bekanntgegeben.

Die Regierung stockte am gleichen Tag ihren Anteil an der Bank auf 70 Prozent auf und legte ein zweites Rettungspaket für den Bankensektor vor, um die Kreditvergabe wieder in Gang zu bringen.

Die Aktien von Lloyds fielen am Mittwoch nach Börseneröffnung um 17,4 Prozent und notierten im frühen Handel 6,3 Prozent tiefer. Die Papiere von RBS legten dagegen um rund zwei Prozent zu. Die Anteilsscheine von Barclays rauschten in London um über 26 Prozent in den Keller. Die Bankentitel drückten auch den britischen Aktienmarkt insgesamt ins Minus.

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