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15.01.2009

11:27 Uhr

Deutsche Bank

Ackermann erleidet Kreislaufkollaps

Erneut schlechte Nachrichten für die Deutsche Bank: Ihr Vorstandschef Josef Ackermann wurde mit einem Kreislaufkollaps in ein Krankenhaus eingeliefert. Zuvor hatte er auf dem Neujahrsempfang des Geldhauses an die gemeinsame Verantwortung der Banken appelliert.

Josef Ackermann, Chef der Deutschen Bank, ist in ein Krankhaus eingeliefert worden. Reuters

Josef Ackermann, Chef der Deutschen Bank, ist in ein Krankhaus eingeliefert worden.

ink/HB BERLIN/FRANKFURT. Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann ist am Mittwochabend nach einem Kreislaufkollaps in Berlin vorübergehend in ein Krankenhaus gebracht worden.

"Ich kann bestätigen, dass er zu einem kurzen ärztlichen Check in einem Krankenhaus war", sagte Deutsche-Bank-Sprecher Ronald Weichert am Donnerstag in Frankfurt. Anschließend sei Ackermann in sein Hotel zurückgekehrt. "Jetzt arbeitet er wieder", sagte Weichert.

Ackermann habe sich nach dem Neujahrsempfang seines Geldhauses "kurz unwohl" gefühlt, sagte ein Sprecher der Bank, ohne den Krankenhausaufenthalt zu bestätigen. Ursache sei vermutlich das Essen gewesen, inzwischen gehe es Ackermann wieder gut.

Ackermann wurde von einem Rettungswagen am Abend gegen 21.00 Uhr von der Filale der Deutschen Bank am Prachtboulevard Unter den Linden in Berlin-Mitte in ein Bundeswehrkrankenhaus gebracht, hieß es aus Kreisen der Berliner Einsatzkräfte. Er habe sich nach einem Neujahrsempfang der Bank "kurz unwohl" gefühlt, sagte der Sprecher der Bank.

Die Deutsche Bank hatte am Mittwoch den ersten Milliardenverlust in ihrer Geschichte eingeräumt. Am Abend hielt sich Ackermann bei einem Neujahrsempfang der Bank in Berlin auf.

Während des Neujahrsempfangs der Deutschen Bank appellierte Ackermann an die gemeinsame Verantwortung der Banken. Alle haben in der Krise Fehler gemacht, auch die Deutsche Bank. Alle sollten in der Krise aufhören, mit Fingern aufeinander zu zeigen, sondern gemeinsam Lösungen finden. Aber er sei zuversichtlich: Deutschland werde gestärkt aus der Krise kommen, weil tatsächlich fast alle ihre Hausaufgaben erledigten, sogar die Gewerkschaften. Das klingt versöhnlich. Zumal Ackermanns Mahnung, für eine Entwarnung sei es noch zu früh, die Gäste mit einem leichtem Gruseln im Nacken etwas zusammenrücken lässt.

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