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17.01.2008

16:20 Uhr

Deutschlands größte Bausparkasse

Schwäbisch Hall bleibt auf Wachstumskurs

Die Bausparkasse Schwäbisch Hall setzt ihren Wachstumskurs fort: Im Jahr 2007 stieg das Betriebsergebnis nach vorläufigen Zahlen um 6,6 Prozent auf 210 Mill. Euro, wie Vorstandschef Matthias Metz am Donnerstag in Stuttgart berichtete. Auch ihren Marktanteil will Deutschlands größte Bausparkasse weiter steigern und auch für das Ausland hat sie ehrgeizige Pläne.

HB STUTTGART. Schwäbisch Hall hat den Marktanteil laut Metz auf rund 29 Prozent (Vorjahr: 28,5 Prozent) ausgebaut. Bis zum Jahr 2010 solle er im Bausparneugeschäft 30 Prozent erreichen, erklärte Metz. Diesem Ziel komme man Schritt für Schritt näher.

Der Zinsüberschuss kletterte um 3,3 Prozent auf 937 Mill. Euro. Mit 872 000 Verträgen über 27,4 Mrd. Euro Bausparsumme blieb das Neugeschäft des Marktführers zwar um 3,2 Prozent unter dem Vorjahresniveau. 2006 hatte die Branche aber insgesamt von einer Sonderkonjunktur im Zuge der Abschaffung der Eigenheimzulage profitiert, die sich so vor allem im ersten Halbjahr 2007 nicht wiederholt hatte.

Im Geschäftsfeld Baufinanzierung stiegen die Auszahlungen von Bauspardarlehen nach mehrjährigen Rückgängen erstmals wieder an, um 34 Prozent auf zwei Mrd. Euro. Das Auslandsgeschäft der Bausparkasse Schwäbisch Hall legte deutlich zu. Die Beteiligungsgesellschaften in Tschechien, der Slowakei, Ungarn, Rumänien und China bauten nach Angaben des Branchenprimus ihre Stellung in den jeweiligen Ländern aus. Insgesamt wurden fast 700 000 Bausparverträge über umgerechnet 7,3 Mrd. Euro abgeschlossen. Das war ein Zuwachs von 23,8 Prozent, wie Metz berichtete.

In China will Schwäbisch Hall sein Engagement gemeinsam mit der China Construction Bank Corporation ausbauen. Beide Partner streben eine Expansion der in Tianjin ansässigen Sino-German Bausparkasse in eine weitere Region sowie die Vermittlung staatlich geförderter Wohnungsbaukredite an, berichtete der Vorstandschef. Inzwischen habe das chinesisch-deutsche Gemeinschaftsinstitut 80 000 Bausparverträge im Bestand und die Gewinnschwelle erreicht.

Die Bausparkasse sondiert auch ihren Einstieg in den russischen Markt. Es habe erste Gespräche mit potenziellen Bankpartnern gegeben. Aber konkrete Entscheidungen seien noch nicht gefallen, sagte Metz. Der Vorstandschef kritisierte erneut Forderungen nach Abschaffung der Wohnungsbauprämie. Er begrüßte die Pläne, die Riester-Rente künftig auch zur Eigenheimfinanzierung nutzen zu können. Die geplante nachträgliche Besteuerung der erhaltenen Förderbeiträge sehe er kritisch. Hier müsse es zu Änderungen kommen.

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