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12.01.2009

15:55 Uhr

Finanzdienstleister

MLP kämpft mit Umsatzeinbruch

Der Finanz- und Versicherungsmakler MLP ist am Rudern. Nach einem Gewinneinbruch um 95 Prozent im dritten Quartal musste MLP seine Prognose für 2008 kassieren und auch das Geschäft am Jahresende hat die Hoffnungen des Maklers nicht erfüllt. Trotzdem zeigt sich MLP für das Gesamtergebnis 2008 optimistisch.

Der Finanz- und Versicherungsmakler MLP bekommt die Finanzkrise schmerzlich zu spüren. Foto: dpa. dpa

Der Finanz- und Versicherungsmakler MLP bekommt die Finanzkrise schmerzlich zu spüren. Foto: dpa.

HB STUTTGART. Der Finanz- und Versicherungsmakler MLP tritt wegen der Turbulenzen an den Finanzmärkten und die Verunsicherung der Verbraucher auf der Stelle. „Das Jahresend-Geschäft 2008 war weniger dynamisch als in den Jahren zuvor“, heißt es in einer Präsentation des Unternehmens für eine Investorenkonferenz in New York. Damit bekräftigte MLP seine Einschätzung von Mitte November. „Trotz des schwierigen Marktumfelds rechnet MLP damit, dass die Gesamterträge im Jahr 2008 auf dem Niveau des Vorjahres liegen“, heißt es in der Präsentation. 2007 hatte MLP aus der Vermittlung von Versicherungspolicen, Bankdiensten und der Vermögensverwaltung an seine 721 000 Kunden 637 Millionen Euro an Provisionen eingenommen.

Zur Gewinnentwicklung äußerte sich der bereits seit Anfang 2008 mit schwacher Nachfrage kämpfende Makler nicht. Nach einem Gewinneinbruch im dritten Quartal um 95 Prozent hatte MLP seine zu optimistische Geschäftsprognose kassiert, obwohl die Kundenbasis deutlich gewachsen war. MLP hatte die Anleger Mitte November gewarnt, dass die Rendite vor Steuern und Zinsen nun doch unter das Niveau von 2006 sinken werde. Damals hatte MLP eine operative Rendite von 16,2 Prozent erwirtschaftet, 2007 waren es 17,3 Prozent.

Außer mit der Vertrauenskrise der Kapitalmärkte hat MLP auch mit der Abwanderung von Kundenberatern und mit dem Schweizer Versicherungskonzern Swiss Life als neuem Großaktionär zu kämpfen. Die Schweizer, die den MLP-Rivalen AWD aus Hannover übernommen hatten, verlangen mehr Mitsprache und wollen mehr eigene Produkte an die MLP-Kunden losschlagen. MLP sträubt sich aber dagegen und hat den Vertrieb von Swiss-Life-Produkten gestoppt, um sich weiter als unabhängiger Makler zu profilieren.

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