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08.01.2012

13:03 Uhr

Gute Prognose

Commerzbank-Tochter BRE-Bank verzeichnet Gewinn

Nur selten gibt es positive Nachrichten aus dem Commerzbank-Konzern. Nun präsentiert die polnische Tochter BRE Bank eine gute Prognose für das laufende Jahr. BRE hatte für 2011 dreistellige Millionengewinne eingeplant.

Die Commerzbank darf sich erstmals seit langem über gute Nachrichten freuen. dapd

Die Commerzbank darf sich erstmals seit langem über gute Nachrichten freuen.

FrankfurtDie Commerzbank kann von ihrer polnischen Tochter BRE Bank einen Gewinn erwarten. „Ich gehe davon aus, dass wir 2011 unser Nettoergebnis gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessern können“, sagte BRE-Chef Cezary Stypulkowski der „Börsen-Zeitung“. Weitere Details nannte er nicht.

Im Sommer hatte Stypulkowski für 2011 einen Nettogewinn von einer Milliarde Zloty (222 Millionen Euro) für machbar gehalten, 2010 verdiente die Bank unter dem Strich 642 Millionen Zloty.

Für 2012 traut sich der BRE-Chef noch keine konkrete Prognose zu. Viel hänge von der polnischen Konjunktur ab. „Ich glaube weiterhin, dass 2012 ein gutes Jahr für die BRE Bank wird“, zeigte sich Stypulkowski dennoch zuversichtlich.

Belastungen durch Fremdwährungskredite fürchtet er nicht, obwohl der Schweizer Franken in den vergangenen zwölf Monaten rund 20 Prozent gegenüber dem Zloty zugelegt hat. Die meisten Kunden, die Hypotheken in Franken aufgenommen haben, haben dem BRE-Chef zufolge eine überdurchschnittlich hohe Bonität. Zudem habe die Bank auf Eigenkapitalquoten von meist 30 bis 40 Prozent geachtet. Deshalb sei die Situation nicht mit der in anderen Märkten vergleichbar, so Stypulkowski.

In Ungarn hatte der massive Wertverlust der heimischen Währung Forint dazu geführt, dass viele ihre in Schweizer Franken aufgenommenen Kredite nicht mehr zurückzahlen konnten. Daraufhin hatte die ungarische Regierung die Banken gezwungen, einen Teil der Wechselkursverluste zu tragen.

Polen ist einer der wenigen Lichtblicke für die Commerzbank, die rund 70 Prozent an der BRE Bank hält. Commerzbank-Chef Martin Blessing hat dem Frankfurter Institut eine Gewaltkur verordnet, um das Fünf-Milliarden-Kapitalloch ohne Staatshilfe zu stopfen. Bis Mitte 2012 will die Bank nur noch in Deutschland und Polen oder an Kunden aus diesen beiden Ländern Kredite vergeben. Außer der BRE Bank und dem Internet-Broker Comdirect stehen alle Beteiligungen auf dem Prüfstand.

 

Von

rtr

Kommentare (2)

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SayTheTruth

08.01.2012, 15:50 Uhr

Wenn jetzt auch noch Schäuble ok sagt zur Übernahme der EUROHYPO einschliesslich der zwangweise eingekauften griechisch- /italienischen Schrott-Anleihen - ja, dann ist die Commerzbank über den Berg.

SayTheTruth

08.01.2012, 15:57 Uhr

Die Commerzbank wollte Ende 2011 eigentlich auslafende PIIGS-Anleihen AUSZAHLEN lassen von den jeweilgen PIIGS-Staaten, um ihre geforderte Eigenkapital-Quote zu erhöhen. DURFTE SIE NICHT ! Schäuble hats über die SOFFIN verboten. Da sage ich nur, staatsgemachte Misswirtschaft und genau die geht hoffentlich bei der CoBa zu Ende mit der Abgabe der EUROHYPO.

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