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03.01.2012

11:09 Uhr

Interbanken-Handel

EZB-Bankeinlagen nähern sich Rekordhoch

Das gegenseitige Vertrauen der Banken bleibt massiv gestört. Die Einlagen bei der EZB sind gestiegen, das Rekordhoch von 452 Milliarden ist nicht mehr weit entfernt.

In einer Pfütze spiegelt sich das Euro-Zeichen an der Europäischen Zentralbank (EZB) in Frankfurt. dpa

In einer Pfütze spiegelt sich das Euro-Zeichen an der Europäischen Zentralbank (EZB) in Frankfurt.

FrankfurtDie Einlagen der Geschäftsbanken bei der Europäischen Zentralbank (EZB) über Nacht sind am Dienstag fast auf ein Rekordhoch gestiegen. Sie hätten zuletzt rund 446,3 Milliarden Euro betragen, teilte die EZB in Frankfurt mit. Zum Jahresauftakt hatte der Wert noch bei 413,9 Milliarden Euro gelegen. Damit liegen die Einlagen nur noch knapp unter dem Rekordhoch von 452 Milliarden Euro, das am 28. Dezember 2011 erreicht wurde.

Die eintägigen Ausleihungen der Geschäftsbanken bei der EZB hielten sich am Dienstag den Angaben zufolge nahezu unverändert bei 14,8 Milliarden Euro. Der Wert vom vergangenen Freitag war mit über 17 Milliarden Euro der höchste Stand seit zwei Jahren gewesen. Die eintägigen Ausleihungen und Einlagen der Banken bei der EZB sind ein Gradmesser für das Misstrauen der Institute untereinander.

Normalerweise meiden die Institute die Möglichkeit, kurzfristig Geld bei der Notenbank auszuleihen oder anzulegen, weil die Konditionen ungünstig sind. Wegen der europäischen Schuldenkrise und des starken Engagements der Banken in Staatsanleihen funktioniert der direkte Geldhandel zwischen den Instituten aber nicht wie gewohnt - die EZB muss einspringen.

Darüber hinaus haben sich die Geschäftsbanken vergangene Woche bei der EZB mit der Rekordsumme von fast 500 Milliarden Euro für drei Jahre eingedeckt. Einen Teil dieser Mittel parken die Institute bei der Notenbank.

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