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21.01.2008

07:29 Uhr

Krisentreffen

WestLB-Eigner schweigen nach Krisentreffen

Noch immer deutet sich kein Rettungsplan für die WestLB an. Die Eigentümer der zweitgrößten Landesbank verließen nach dem Ende der sechsstündigen Beratungen den Tagungsort in der Kreissparkasse Köln am späten Sonntagabend, ohne sich zur Zukunft des in Schieflage geratenen Instituts zu äußern. Das überraschende Erscheinen zweier Gäste ließ Branchenkenner nichts Gutes hoffen.

Wie es mit der WestLB weitergeht, ist unklar. Foto: dpa Quelle: dpa

Wie es mit der WestLB weitergeht, ist unklar. Foto: dpa

HB KÖLN. Bei den Gesprächen ging es nach Angaben aus Kreisen der Eigentümer um eine milliardenschwere Kapitalerhöhung und den Abbau von rund 2000 Stellen. An den Beratungen hatten überraschend auch Bundesbank-Präsident Axel Weber und der Chef der Finanzaufsicht BaFin, Jochen Sanio, teilgenommen. Ihr Erscheinen ist ein außergewöhnlicher Vorgang und wurde in Branchenkreisen als ein mögliches Anzeichen gesehen, dass sich die Krise der WestLB verschärft haben könnte.

In den Kreisen hatte es zuvor geheißen, bis zu einem Drittel der 5900 Mitarbeiter könnten von einem Stellenabbau betroffen sein, 1000 allein in Deutschland. Zudem brauche die Bank eine Kapitalspritze von bis zu zwei Mrd. Euro.

Die ohnehin von Fehlspekulationen im Eigenhandel belastete Landesbank ist auch in den Strudel der Kreditkrise geraten. Das Land will die WestLB mit der kleineren, aber profitableren Helaba in Frankfurt fusionieren. Deren Eigentümer fordern aber ein tragfähiges Geschäftsmodell als Basis.

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