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06.01.2010

10:56 Uhr

Müller

Commerzbank-Chefaufseher scheitert mit Gehälter-Erhöhung

Klaus-Peter Müller hat laut übereinstimmenden Medienberichten vergeblich auf höhere Gehälter für die Vorstände der Commerzbank gedrängt. Bisher dürfen Vorstandschef Blessing und seine Mitstreiter ja „nur“ 500 000 Euro pro ja und keine Boni verdienen.

Klaus-Peter Müller hat vergeblich versucht, höhere Gehälter für die Commerzbank-Vorstände auszuhandeln. Quelle: dpa

Klaus-Peter Müller hat vergeblich versucht, höhere Gehälter für die Commerzbank-Vorstände auszuhandeln.

HB FRANKFURT. Commerzbank-Aufsichtsratschef Klaus-Peter Müller hat sich für ein Festgehalt von 750 000 Euro für normale Vorstände im laufenden Jahr ausgesprochen, für Vorstandschef Martin Blessing entsprechend mehr, berichtete die Tageszeitung „Die Welt“. Im Gegenzug sollten die Manager weniger Boni erhalten als bisher. Die Vorstandsgehälter von staatlich gestützten Banken waren für 2008 und 2009 auf eine halbe Million Euro begrenzt, für 2010 musste mit dem Bundesfinanzministerium neu verhandelt werden.

Müller, der auch Vorsitzender der Corporate-Governance- Kommission der Bundesregierung ist, habe damit argumentiert, dass die Vorstände bei einer weiteren Begrenzung der Bezüge abzuwandern drohten, heißt es in dem Bericht. Das habe das Ministerium nicht gelten lassen: „Die Chancen auf attraktive Vorstandsämter sind angesichts der Lage der Branche schließlich begrenzt“, zitierte die Zeitung aus Koalitionskreisen.

Die „Financial Times Deutschland“ schreibt, dass Müller sich dafür ausgesprochen hat, dass das 500 000-Euro-Limit bereits 2010 gekippt wird. Ergebnis sei der Kompromiss gewesen, den die Bank Mitte Dezember vorgestellt hatte. Danach gilt die 500.000-Euro-Grenze so lange, wie die Commerzbank Verluste schreibt und die 18,2 Milliarden Euro schwere stille Einlage des Bundes nicht verzinsen kann.

Weltweit ist eine heftige Debatte um überhöhte Bonuszahlungen für Banker in Gang. Exzesse bei deren Bezahlung gelten als eine Ursache der Finanzkrise, die zahlreiche Banken zu Fall gebracht hat und Regierungen Milliarden kostete. Zudem wächst in der Öffentlichkeit der Unmut darüber, dass Bankmanager schon wieder üppige Boni kassieren, während die Steuerzahler für die Verluste von Banken einstehen müssen.

Kommentare (3)

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DJ

06.01.2010, 13:10 Uhr

Für solche Kapazitäten, die Milliarden verdummen, Kunden abzocken und falsch beraten, Milliarden in der Wüste in zukünftige bauruinen investieren ist selbst Harz iV zuviel.
Der Staat hätte sofort mit dieser Klage die Milliarden der Steuerzahler wieder abziehen müssen.

Weltenbummlerin

07.01.2010, 10:03 Uhr

Hat Herr Klaus-Peter Müller sorge einer seiner Yachten verkaufen zu müssen oder eine seiner Villen nicht stilgerecht einrichten zu können. Dieser Herr sollte bedenken, dass seine Clique die Krise verusacht hat und wir bundesbürger mit unseren Steuergeldern den Arbeitsplatz dieser Versager garantieren. Normalerweise hätte man diese Figuren enteignen und in die Wüste schicken sollen. Was bildet dieser Herr sich ein uns eine solche Unverschämtheit zu präsentieren. in höchstem Maße pervers !!!

WS

07.01.2010, 16:59 Uhr

es tut mir echt leid, aber der Müller ist ein RiESENARSCHLOCH

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