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12.01.2009

11:51 Uhr

Nach der Kapitalerhöhung

Britische Regierung steigt bei Lloyds TSB-HBOS ein

In Zeiten der Krise ist der Staat gefordert. Kürzlich erst hat die Bundesregierung mit einer Beteiligung der Commerzbank unter die Arme gegriffen, jetzt steigt die britische Regierung bei der Lloyds TSB-HBOS ein. Für die fusionierte Bank war das die letzte Chance.

HB LONDON. Die britische Regierung wird nach der äußerst verhalten angenommenen Kapitalerhöhung mit 43,4 Prozent an der fusionierten Bank Lloyds TSB-HBOS beteiligt sein. Die bestehenden Aktionäre hätten bei den Bezugsrechtsemissionen lediglich 0,5 Prozent der LLoyds-Anteilsscheine und 0,24 Prozent der HBOS-Papiere gekauft, teilten beide Kreditinstitute mit. Wie zuvor zugesichert, werde der Staat nun bei den verbleibenden Papieren in die Bresche springen.

Die Regierung hatte die Emissionen der beiden Banken im Rahmen ihres 37 Milliarden Pfund (41 Milliarden Euro) schweren Rettungspakets für den Finanzsektor garantiert. Mit der niedrigen Beteiligung der Aktionäre war angesichts des Kursverfalls bei den beiden Banken gerechnet worden. Durch die Bezugsrechtsemissionen nimmt die fusionierte Bank umgerechnet 19 Milliarden Euro ein.

Der von der Regierung vermittelte Zusammenschluss der Geldhäuser soll am 19. Januar abgeschlossen werden. Der Baufinanzierer HBOS war wegen der Finanzkrise ins Trudeln geraten und musste deshalb beim Konkurrenten Lloyds TSB Zuflucht suchen.

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